The National Times - Planung von islamistischem Anschlag: Haftstrafe und Psychiatrie in Bremen

Planung von islamistischem Anschlag: Haftstrafe und Psychiatrie in Bremen


Planung von islamistischem Anschlag: Haftstrafe und Psychiatrie in Bremen
Planung von islamistischem Anschlag: Haftstrafe und Psychiatrie in Bremen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der Planung eines islamistischen Anschlags hat das Landgericht Bremen zwei Männer verurteilt. Es sprach einen 35-Jährigen nach Angaben eines Sprechers am Montag unter anderem wegen Verabredung zum Mord schuldig und verhängte achteinhalb Jahre Haft gegen ihn. Seinen ebenfalls angeklagten 20-jährigen Neffen sprach es frei, ordnete aber dessen Einweisung in die Psychiatrie an. Laut Sprecher leidet er an atypischem Autismus.

Textgröße ändern:

Laut Anklage fassten die beiden Männer einen dschihadistischen Anschlag auf ein Krankenhaus in Bremerhaven ins Auge, der Jüngere sollte demnach eine Sprengstoffweste tragen. Demnach wollten die Beschuldigten außer zahlreichen anderen Menschen bei der Tat auch sich selbst töten.

Die mutmaßlichen Pläne scheiterten nach Ermittlerangaben an fehlendem Geld und am Einschreiten der Sicherheitsbehörden. Der Anklage zufolge waren bis dahin nur drei potenziell für Sprengsätze geeignete Stoffe bestellt worden, der Bau von Bomben war damit noch nicht möglich.

Der Jüngere legte zum Prozessauftakt ein Teilgeständnis ab, bestritt aber eine islamistische Motivation für den geplanten Anschlag. Er leidet nach Feststellungen des Gerichts nicht nur an Autismus, sondern auch an Depressionen und schweren Zwangsstörungen. Deshalb sei seine Schuldfähigkeit aufgehoben. Er soll in eine geschlossene Psychiatrie.

Seinen Onkel verurteilte das Landgericht unter anderem auch wegen Verabredung zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie Terrorismusfinanzierung. Laut Anklage hatten die beiden Männer geplant, Sprengsätze in der Wohnung der Mutter des 35-Jährigen zu bauen.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Iranische Armee erklärt nach gegenseitigen Angriffen Einsatz gegen Israel für beendet

Nach den ersten gegenseitigen Angriffen seit Beginn einer Waffenruhe Anfang April hat die iranische Armee ihren Militäreinsatz gegen Israel für beendet erklärt. Der Iran habe Israel eine "schmerzhafte Antwort" gegeben, und "dementsprechend ist hiermit die Einstellung der Armee-Einsätze verkündet", gab die Armee am Montag im Staatsfernsehen bekannt. Zugleich warnte sie vor noch härteren Maßnahmen, sollte Israel weiter angreifen. US-Präsident Donald Trump forderte beide Seiten auf, die Angriffe zu beenden.

Deutschland und Frankreich stoppen Kampfjet-Projekt FCAS

Deutschland und Frankreich beenden nach langen Streitigkeiten die Arbeit an ihrem gemeinsamen Kampfjet-Projekt FCAS. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seien "zu der geteilten Einschätzung gelangt, dass die Unternehmen beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden", hieß es am Montag aus deutschen Regierungskreisen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

Ölpreis steigt zeitweise wieder auf fast 100 Dollar - Börsen erholen sich aber

Die jüngsten Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran haben den Ölpreis kräftig nach oben getrieben. Die Preise für die Nordseesorte Brent und die US-Sorte West Texas Intermediate stiegen am Montag im asiatischen Handel um mehr als fünf Prozent und näherten sich der 100-Dollar-Marke, bevor sie jedoch wieder fielen. Die Börsen in Europa verzeichneten leichte Kursverluste.

Pro-europäischer Paschinjan gewinnt Wahl in Armenien - Moskau beklagt "westliche Einmischung"

Bei der richtungsweisenden Parlamentswahl in Armenien hat die Partei des pro-europäischen Regierungschefs Nikol Paschinjan einen klaren Sieg errungen. Seine Zivilvertrags-Partei sicherte sich laut dem offiziellen Endergebnis vom Montag 49,8 Prozent der Stimmen. Das Bündnis Starkes Armenien seines pro-russischen Herausforderers Samwel Karapetjan kam laut Wahlkommission auf 23,3 Prozent. Die EU-Kommission gratulierte Paschinjan zum Wahlsieg, Russland beklagte eine "westliche Einmischung".

Textgröße ändern: