The National Times - Bundesregierung weiter tief in Umfragekeller - AfD in neuem "Politbarometer" vorn

Bundesregierung weiter tief in Umfragekeller - AfD in neuem "Politbarometer" vorn


Bundesregierung weiter tief in Umfragekeller - AfD in neuem "Politbarometer" vorn
Bundesregierung weiter tief in Umfragekeller - AfD in neuem "Politbarometer" vorn / Foto: © AFP/Archiv

Die schwarz-rote Regierungskoalition aus Union und SPD verharrt dem neuem ZDF-"Politbarometer" zufolge weiter tief im Umfragekeller. 72 Prozent attestieren ihr in der am Freitag veröffentlichten Befragung der Forschungsgruppe Wahlen "eher schlechte Arbeit", nur für 24 Prozent leistet sie "eher gute". Mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) sind lediglich 27 Prozent "eher zufrieden", 69 Prozent stellen ihm dagegen ein schlechtes Zeugnis aus.

Textgröße ändern:

Bei der so genannten Sonntagsfrage liegt die AfD demnach mit 27 Prozent zwei Prozentpunkte vor der Union aus CDU und CSU, die auf 25 Prozent kommt. Die SPD würde weiterhin bei einem Rekordtief von zwölf Prozent landen, wenn schon am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt werden würde.

Sie läge damit zwischen den Grünen mit 14 Prozent sowie der Linken, die bei elf Prozent gesehen wird. Die FDP käme auf drei Prozent und würde die Fünfprozenthürde verpassen, die zum Parlamentseinzug berechtigt. Die nächste reguläre Bundestagswahl findet erst im Jahr 2029 statt.

Laut aktuellem "Politbarometer" glaubt nur eine knappe Mehrheit von 52 Prozent, dass die schwarz-rote Koalition bis zu dahin hält. 43 Prozent der Befragten rechnen demnach mit einem vorzeitigen Aus der Regierung.

Wenig Vertrauen haben die Befragten auch in die Kompetenz der Koalition zur Lösung der massiven Finanzprobleme der Sozialversicherung. Nur 24 Prozent gehen davon aus, dass die Regierung einen "wichtigen Beitrag" dazu leisten wird. Lediglich 31 Prozent erwarten außerdem, dass die Regierung ihren selbstverkündeten Zeitplan einhält und bis zum Sommer Reformkonzepte im Bereich Steuern, Arbeitsmarkt und Rente vorlegt.

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte von Montag bis Mittwoch bundesweit 1274 Wahlberechtigte. Das ZDF-"Politbarometer" wird regelmäßig erhoben.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Australien verschärft Regeln: Touristen droht bei Überschreiten von Visum-Dauer Abschiebehaft

Drastische Konsequenzen beim Überschreiten der Aufenthaltserlaubnis: Das bei Reisenden beliebte Australien hat am Freitag eine deutliche Verschärfung seiner Visa-Bestimmungen im Rahmen einer größeren Einwanderungsreform angekündigt. Wer etwa die Gültigkeitsdauer seines Visums überschreite, müsse künftig im Zuge der neuen Vorschriften mit Abschiebehaft rechnen, sagte Australiens Vize-Außenminister Matt Thistlethwaite am Freitag im Sender News24. Die Regierung wolle damit die Zahl derer verringern, die länger in Australien bleiben als erlaubt.

EU-Finanzminister beraten in Dublin

Die Finanzminister der EU kommen am Freitag zu einem zweitägigen Treffen in Dublin zusammen. Zunächst beraten in der irischen Hauptstadt die Ressortchefs der Eurogruppe über die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen (10.00 Uhr MESZ). Im Anschluss kommen die Finanzminister der 27 Mitgliedstaaten zu einem Arbeitsmittagessen zusammen. Es wird erwartet, dass es dann auch um eine mögliche Begrenzung der Treibstoffpreise infolge der weiteren Eskalation des Iran-Krieges geht.

Pistorius nimmt in Texas ersten F-35-Kampfjet für Bundeswehr in Empfang

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nimmt am Freitag im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang. Dafür wird Pistorius in Fort Worth bei dem Rüstungsunternehmen Lockheed Martin erwartet (gegen 18.00 Uhr MESZ). Die hochmodernen Tarnkappen-Jets gelten als Meilenstein für die Bundeswehr.

Russland-Geschäft von Nestlé und Auchan unter russische Verwaltung gestellt

Die Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan sind unter russische Verwaltung gestellt worden. Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret von Kreml-Chef Wladimir Putin wurden die Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen. Betroffen ist demnach auch die Bauhauskette Leroy Merlin, die 2024 in Russland in Lemana Pro umbenannt worden war. Im Fall Nestlé betrifft das Dekret unter anderem die Vermögenswerte der Nestlé Deutschland AG in Russland.

Textgröße ändern: