The National Times - Blumen aus Eriwan: EU kündigt Finanzhilfe und Importerleichterungen für Armenien an

Blumen aus Eriwan: EU kündigt Finanzhilfe und Importerleichterungen für Armenien an


Blumen aus Eriwan: EU kündigt Finanzhilfe und Importerleichterungen für Armenien an
Blumen aus Eriwan: EU kündigt Finanzhilfe und Importerleichterungen für Armenien an / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund wachsenden russischen Drucks auf Armenien vor der dortigen Parlamentswahl hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan Brüssels Unterstützung zugesichert. Europa stehe "fest zu Armenien", erklärte von der Leyen nach einem Telefonat mit Paschinjan am Donnerstag. Dazu gehören demnach neben Finanzhilfe in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro auch Importerleichterungen für armenische Produkte.

Textgröße ändern:

Die Menschen in der Südkaukasus-Republik sind am Sonntag zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahl gilt auch als Abstimmung über Paschinjans prowestlichen Kurs der vergangenen Monate. Russland hat vor der Wahl den Druck auf Eriwan erhöht und Importbeschränkungen für wichtige Branchen verhängt. Moskau fordert unter anderem eine Volksabstimmung über den von der Regierung in Eriwan geplanten EU-Beitritt.

"Moskau instrumentalisiert wirtschaftliche Beziehungen als Waffe, um politischen Druck auszuüben. Dieses Drehbuch kennen wir nur allzu gut", erklärte von der Leyen. Der Kommissionspräsidentin zufolge hat die EU den Handel mit jenen armenischen Produkten erleichtert, die von Moskau ins Visier genommen wurden. Dazu gehören vor allem Produkte des Agrar- und Lebensmittelsektors, unter anderem Blumen. "Eine Lieferung von 10.000 Blumen soll morgen in Lettland eintreffen", kündigte von der Leyen an. "Weitere werden folgen."

Armenien ist ein historischer Verbündeter Russlands, hat sich aber zuletzt der EU angenähert. Grund dafür war unter anderem die Enttäuschung darüber, dass Moskau beim Angriff Aserbaidschans auf die von Armeniern bewohnte Region Bergkarabach im September 2023 nicht eingriff. 2024 kündigte Armenien seinen Austritt aus dem von Russland geführten Militärbündnis OVKS an.

T.Hancock--TNT

Empfohlen

Israel setzt Angriffe im Libanon trotz vereinbarter "Umsetzung" von Waffenruhe weiter fort

Ungeachtet der jüngsten Fortschritte bei den Verhandlungen mit Israel ist der Libanon am Donnerstag erneut Schauplatz militärischer Gewalt gewesen. Libanesische Staatsmedien meldeten israelische Drohnenangriffe im Süden des Landes mit mindestens einem Todesopfer. Auch ein serbischer Blauhelmsoldat wurde getötet, wie die Regierung in Belgrad mitteilte. In Washington hatten sich Israel und der Libanon zuvor auf die "Umsetzung" einer Waffenruhe verständigt. Der libanesische Präsident Joseph Aoun nannte dies eine "letzte Chance" für ein Ende der Kämpfe.

Schengenraum: Dobrindt will trotz Kritik an Grenzkontrollen festhalten

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den jüngsten Forderungen aus der EU-Kommission nach einem Ende der deutschen Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengenraums eine Absage erteilt. Auf die Frage, ob die Kontrollen an den deutschen Grenzen jetzt wegfallen würden, antwortete Dobrindt am Rande eines Treffens der EU-Innenminister in Luxemburg am Donnerstag: "Nein." Scharfe Kritik daran kam von den Grünen.

Harte US-Sanktionen: Immer mehr ausländische Firmen verlassen Kuba

Immer mehr ausländische Firmen verlassen auf Druck der USA die Karibikinsel Kuba. Am Mittwoch teilte die kubanische Zentralbank mit, dass Zahlungen mit Visa- und Mastercard ab Samstag nicht mehr möglich seien. Zuvor hatten bereits vier internationale Hotelketten angekündigt, sich zurückzuziehen. Frachtschiffe etwa der deutschen Hapag-Llyod laufen die Insel nicht mehr an. Auch die kanadische Bergbaufirma Sherritt zog sich bereits zurück.

Barley wirbt für gemeinsamen EU-Sitz im UN-Sicherheitsrat

Nach dem Gerangel zwischen drei EU-Staaten um zwei nicht-ständige Sitze im UN-Sicherheitsrat dringt die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), für die Zukunft auf einen gemeinsamen EU-Sitz in dem Gremium. Dies wäre "ein logischer nächster Schritt auf dem Weg zu mehr europäischer Handlungsfähigkeit", sagte Barley den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Mitteilung vom Donnerstag.

Textgröße ändern: