The National Times - Modschtaba Chamenei: USA und Israel wollen iranische Nation "spalten"

Modschtaba Chamenei: USA und Israel wollen iranische Nation "spalten"


Modschtaba Chamenei: USA und Israel wollen iranische Nation "spalten"
Modschtaba Chamenei: USA und Israel wollen iranische Nation "spalten" / Foto: © AFP

Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat Israel und den USA vorgeworfen, die iranische Nation spalten zu wollen. Nach seiner "schweren Niederlage" im Krieg gegen den Iran wolle der "bösartige Feind" Zweifel und Misstrauen unter den Iraner säen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Chameneis, die am Donnerstag von einem Gebetsführer vor dem Khomeini-Mausoleum in der Hauptstadt Teheran verlesen wurde.

Textgröße ändern:

Alle Iraner müssten nun "Standhaftigkeit und Weitsicht" zeigen sowie "Einheit und Zusammenhalt" bewahren, um diesen "finsteren Plan" zu vereitelt, hieß es in der Botschaft weiter. Die Verlesung der Erklärung erfolgte am 37. Todestag von Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini, der 1979 im Iran an die Macht gekommen war.

Während sein Vater Ali Chamenei am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar getötet worden war, erlitt sein Sohn Modschtaba der iranischen Führung zufolge nur leichte Verletzungen. Er ist seitdem aber nicht mehr öffentlich aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand nährte. Am 8. März wurde er zum Nachfolge seines Vaters im Amt des obersten Führers des Iran ernannt.

Bei der Zeremonie vor dem Khomeini-Mausoleum war nur ein Bildnis Modschataba Chameneis aufgestellt, wie auf Aufnahmen der Veranstaltung im Staatsfernsehen zu sehen war. Auch ein Porträt seines getöteten Vaters wurde gezeigt. Die Zuschauer schwenkten Fahnen der Islamischen Republik und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit dem 8. April gilt eine Feuerpause, die jedoch brüchig ist. Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Krieges blieben bislang ohne Erfolg.

E.Reid--TNT

Empfohlen

BSW-Gründerin Wagenknecht macht Brandmauer für AfD-Höhenflug mitverantwortlich

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat die so genannte Brandmauer der CDU für den Höhenflug der AfD mitverantwortlich gemacht. "Die Brandmauer ist gescheitert, sie führt die AfD zielsicher zur absoluten Mehrheit", sagte die Ex-Vorsitzende des BSW dem "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Mit der Brandmauer wollte die CDU die AfD kleinhalten. Der Unvereinbarkeitsbeschluss des CDU-Bundesparteitags 2018 schließt "Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit" mit der AfD - und auch der Linkspartei - aus.

Australien verschärft Regeln: Touristen droht bei Überschreiten von Visum-Dauer Abschiebehaft

Drastische Konsequenzen beim Überschreiten der Aufenthaltserlaubnis: Das bei Reisenden beliebte Australien hat am Freitag eine deutliche Verschärfung seiner Visa-Bestimmungen im Rahmen einer größeren Einwanderungsreform angekündigt. Wer etwa die Gültigkeitsdauer seines Visums überschreite, müsse künftig im Zuge der neuen Vorschriften mit Abschiebehaft rechnen, sagte Australiens Vize-Außenminister Matt Thistlethwaite am Freitag im Sender News24. Die Regierung wolle damit die Zahl derer verringern, die länger in Australien bleiben als erlaubt.

EU-Finanzminister beraten in Dublin

Die Finanzminister der EU kommen am Freitag zu einem zweitägigen Treffen in Dublin zusammen. Zunächst beraten in der irischen Hauptstadt die Ressortchefs der Eurogruppe über die jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen (10.00 Uhr MESZ). Im Anschluss kommen die Finanzminister der 27 Mitgliedstaaten zu einem Arbeitsmittagessen zusammen. Es wird erwartet, dass es dann auch um eine mögliche Begrenzung der Treibstoffpreise infolge der weiteren Eskalation des Iran-Krieges geht.

Pistorius nimmt in Texas ersten F-35-Kampfjet für Bundeswehr in Empfang

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nimmt am Freitag im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang. Dafür wird Pistorius in Fort Worth bei dem Rüstungsunternehmen Lockheed Martin erwartet (gegen 18.00 Uhr MESZ). Die hochmodernen Tarnkappen-Jets gelten als Meilenstein für die Bundeswehr.

Textgröße ändern: