The National Times - Libanon: Mehr als 30 Tote durch israelische Angriffe

Libanon: Mehr als 30 Tote durch israelische Angriffe


Libanon: Mehr als 30 Tote durch israelische Angriffe
Libanon: Mehr als 30 Tote durch israelische Angriffe / Foto: © AFP

Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach Angaben der Regierung in Beirut mehr als 30 Menschen getötet worden. Es habe mindestens 31 Todesopfer gegeben, teilte am Dienstagabend das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter ihnen seien vier Kinder und drei Frauen. Etwa 40 Menschen seien zudem verletzt worden.

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Den Angaben zufolge wurden allein in Burdsch al-Schamali nahe Tyrus 14 Menschen getötet. Weitere Menschen wurden demnach bei Angriffen in Kautharijat al-Ris, in Habbusch, in Maarakeh und in Salaa getötet. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP in Nabatije im Süden berichtete von Luftangriffen und sah Rauchwolken an verschiedenen Stellen der Stadt aufsteigen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte eine Verstärkung des militärischen Vorgehens gegen die Hisbollah bekräftigt, nachdem er zuvor schon als Ziel ausgegeben hatte, die vom Iran unterstützte Miliz zu "zerschlagen". Am Dienstag begann die israelische Armee auch mit einer Bodenoffensive nördlich der sogenannten gelben Linie im Libanon. Damit bezeichnet die israelische Armee die Abgrenzung zu einer Art Pufferzone im Süden des Libanon, die rund zehn Kilometer hinter der Grenze liegt. Innerhalb dieser Zone sind israelische Truppen stationiert, eine Rückkehr der von dort geflohenen Bevölkerung ist untersagt.

Die israelische Armee hatte vor ihren neuen Angriffen die Menschen in mindestens 50 Orten im Süden und Osten des Landes dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen, darunter erstmals in Nabatije. Bislang hatte die israelische Armee zumeist Evakuierungsaufforderungen für Gebiete südlich des Flusses Litani im Libanon herausgegeben. Nabatije liegt dagegen nördlich des Flusses. Die Stadt war schon in den vergangenen Wochen immer wieder Ziel israelischer Angriffe.

Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hatte ihrerseits in den vergangenen Tagen ihre Drohnenangriffe auf Israel ausgeweitet. Die Schiitenmiliz lehnt einen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA geschlossenen Waffenstillstand ab, der Mitte April in Kraft trat und eigentlich immer noch gilt.

R.T.Gilbert--TNT

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