The National Times - Dobrindt will Kampf gegen Linksextremismus verstärken - Kritik von der Linken

Dobrindt will Kampf gegen Linksextremismus verstärken - Kritik von der Linken


Dobrindt will Kampf gegen Linksextremismus verstärken - Kritik von der Linken
Dobrindt will Kampf gegen Linksextremismus verstärken - Kritik von der Linken / Foto: © AFP

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will das Vorgehen gegen Linksextremismus im Land intensivieren. Der Verfassungsschutz sei "gut ausgerüstet" im Kampf gegen den Rechtsextremismus und den islamistischen Terrorismus, sagte Dobrindt den Funke-Zeitungen vom Sonntag. "Aber der Kampf gegen den Linksextremismus war in den vergangenen Jahren nicht im Fokus der Politik." Daher lege er "jetzt einen zusätzlichen Schwerpunkt darauf". Scharfe Kritik kam aus der Linkspartei.

Textgröße ändern:

Linksextremismus sei kein neues Phänomen, aber eines, "das in Deutschland wieder verstärkt auftritt", sagte Dobrindt. Er verwies dabei auf den Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz im Januar. Dieser sei auch deshalb sehr bedrohlich gewesen, weil durch die Beschädigung einer einzigen Stromleitung mitten im Winter über 100.000 Menschen von Strom und Wärme abgeschnitten gewesen seien.

"Das ist kein Zufall, sondern geplantes Vorgehen", sagte Dobrindt den Funke-Zeitungen. Das zeige "die höhere Qualität und die gestiegene Bereitschaft in der linksextremistischen Szene, auch den Schaden der Bevölkerung aktiv in Kauf zu nehmen".

Clara Bünger, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, warf Dobrindt "falsche Prioritäten" vor. Er versuche, "mit immer denselben Forderungen und dem Verweis auf einen einzelnen Sachverhalt von seinem innenpolitischen Versagen abzulenken", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.

"Natürlich müssen Straftaten konsequent aufgeklärt und verfolgt werden - unabhängig davon, von wem sie ausgehen", fuhr Bünger fort. Jedoch müsse sich Dobrindt "den tatsächlichen Gefährdungslagen unserer Demokratie widmen". Sie verwies darauf, dass sich rechte Gewalt in Deutschland auf einem Höchststand befinde und die AfD in Sachsen-Anhalt "offen nach politischer Macht greift, um demokratische Grundprinzipien infrage zu stellen".

G.Morris--TNT

Empfohlen

Russland greift Ukraine mit Oreschnik-Raketen an - Merz: "Rücksichtslose Eskalation"

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht zu Sonntag mit massiven Raketen- und Drohnenangriffen überzogen - auch die neuartige atomwaffenfähige Oreschnik-Mittelstreckenrakete kam dabei zum Einsatz. Nach Behördenangaben gab es in Kiew und Umgebung vier Tote und dutzende Verletzte. Auch das ARD-Studio in Kiew wurde massiv beschädigt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verurteilte den Oreschnik-Einsatz als "rücksichtslose Eskalation" durch Moskau scharf.

Angriff mit Oreschnik-Raketen: Merz verurteilt "Eskalation" durch Moskau

Die Bundesregierung hat den Einsatz von atomwaffenfähigen Oreschnik-Raketen durch Russland im Ukraine-Krieg scharf kritisiert. "Die Bundesregierung verurteilt diese rücksichtslose Eskalation scharf", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntag im Onlinedienst X. "Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine."

ARD-Studio in Kiew nach russischem Angriff teils zerstört - Keine Verletzten

Bei den nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew ist auch das ARD-Studio in der ukrainischen Hauptstadt massiv beschädigt und teilweise zerstört worden. Wie der Westdeutsche Rundfunk am Sonntag in Köln mitteilte, stürzten Wände ein, außerdem gingen Fenster kaputt und Technik wurde zerstört. Da sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio befanden, wurde niemand verletzt.

Ex-Außenminister Fischer warnt CDU eindringlich vor Zusammenarbeit mit AfD

Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat die CDU eindringlich vor einer Kooperation mit der AfD gewarnt. "Es gibt, unter der Oberfläche, eine Debatte in der CDU, ob sie nicht mit der AfD kooperieren, sogar koalieren kann", sagte Fischer dem "Tagesspiegel" laut Meldung vom Sonntag. "Eine solche Zusammenarbeit würde die CDU nicht überleben. Es würde sie spalten."

Textgröße ändern: