The National Times - Vor Sudetendeutschem Tag: Präsidenten Deutschlands und Tschechiens betonen enge Partnerschaft

Vor Sudetendeutschem Tag: Präsidenten Deutschlands und Tschechiens betonen enge Partnerschaft


Vor Sudetendeutschem Tag: Präsidenten Deutschlands und Tschechiens betonen enge Partnerschaft
Vor Sudetendeutschem Tag: Präsidenten Deutschlands und Tschechiens betonen enge Partnerschaft / Foto: © AFP

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Tschechiens Präsident Petr Pavel haben vor dem erstmals in Tschechien abgehaltenen und von Teilen der tschechischen Regierungsparteien heftig kritisierten Sudetendeutschen Tag die enge Partnerschaft beider Länder betont. In einer gemeinsamen Erklärung nach einem Telefonat würdigten beide Präsidenten am Freitag den Weg der Versöhnung zwischen beiden Ländern nach einer "dunklen und schmerzhaften" Phase der Geschichte.

Textgröße ändern:

"Gute nachbarschaftliche Beziehungen sind ein Pfeiler jeder Außenpolitik", erklärten Steinmeier und Pavel. Tschechien und Deutschland verbinde heute eine "außergewöhnlich enge und starke Partnerschaft". Im Geist gegenseitigen Verständnisses, Respekts und der Partnerschaft hätten beide Länder einen langen Weg zurückgelegt. "Wir glauben, dass auch die bevorstehenden Ereignisse in Brünn von diesem Geist getragen werden", hieß es weiter. Steinmeier nahm zudem Pavels Einladung zu einem Besuch in Prag in diesem Jahr an.

Der Sudetendeutsche Tag beginnt am Freitag in Brünn, der zweitgrößten tschechischen Stadt, in der bis zum Zweiten Weltkrieg eine bedeutende deutsche Minderheit gelebt hatte.

Um den erstmals in Tschechien geplanten Sudetendeutschen Tag war zuletzt heftiger politischer Streit entbrannt. Teile des tschechischen Regierungslagers um den rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Andrej Babis äußerten scharfe Kritik an dem Treffen - und äußerten den Vorwurf, vertriebene Sudetendeutsche wollten beschlagnahmte Grundstücke und Immobilien zurückerlangen. Der Staatspräsident und frühere Nato-General Pavel gilt als politischer Gegenspieler Babis'.

Das tschechische Parlament hatte in der vergangenen Woche einen Beschluss gegen das für Pfingsten in Brünn geplante Jahrestreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft verabschiedet. Dafür stimmten mehrheitlich anwesende Abgeordnete der rechten Regierungsfraktionen, während Vertreter der Opposition der Abstimmung aus Protest gegen das Verhalten der Regierung fernblieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der jahrelangen, von brutaler Gewalt, Deportation der jüdischen Bevölkerung und Massakern an Zivilisten geprägten deutschen Besatzung waren rund drei Millionen Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei enteignet und vertrieben worden.

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft versteht sich als Vertretung der damals Vertriebenen und ihrer Nachfahren - und setzt sich seit Jahren für den deutsch-tschechischen Dialog und eine gemeinsame Erinnerungspolitik ein. Im Jahr 2015 hatte die Landsmannschaft einen Satzungspassus gestrichen, in dem die "Wiedergewinnung" der Heimat als Ziel formuliert wurde.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Tankrabatt bis Jahresende von erneut 17 Cent pro Liter

Bund und Länder haben sich wegen der hohen Preise an den Zapfsäulen auf einen neuen Tankrabatt geeinigt. Wie die Bundesregierung am Freitagabend mitteilte, soll der Tankrabatt von Oktober bis Jahresende 17 Cent pro Liter betragen. Bund und Länder teilen sich dabei die Kosten für die Entlastung von insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Spätestens zum 1. Januar soll dann ein Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs und Belgiens eingeführt werden.

Konflikt um Verfassungsgericht: Rechte Opposition demonstriert in Warschau

In der polnischen Hauptstadt Warschau sind mehr als tausend Anhänger des rechten Lagers auf die Straße gegangen, um die von der früheren nationalkonservativen Regierung eingeleitete Umgestaltung des Verfassungsgerichts zu verteidigen. Die Demonstranten schwenkten am Freitag polnische Flaggen und sangen patriotische Lieder vor dem Gerichtsgebäude, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Pistorius nimmt in Texas ersten F-35-Kampfjet für die Bundeswehr in Empfang

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat im US-Bundesstaat Texas den ersten Kampfjet vom Typ F-35 für die deutsche Luftwaffe in Empfang genommen. Das Rüstungsunternehmen Lockheed Martin erklärte am Freitag nach der Übergabe am Firmensitz in Fort Worth, dies sei ein "Meilenstein für Deutschland" wie auch für die Nato insgesamt. Pistorius sprach demnach von einer "neuen Ära für die Luftwaffe".

IAEA: Kühlturm von russischem Atomkraftwerk von Drohne getroffen - kein Feuer

Ein Kühlturm des Atomkraftwerks Kursk im Westen Russlands ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) von einer Drohne getroffen worden. Wie die Organisation am Freitag im Onlinedienst X mitteilte, wurde sie darüber informiert, dass sich der Vorfall am frühen Donnerstagmorgen zutrug. Demnach war der Reaktor zu dem Zeitpunkt in Betrieb und blieb es auch. Es sei kein Feuer ausgebrochen.

Textgröße ändern: