The National Times - Saar-Chefin will Mehrwertsteuer aus der Gasumlage an arme Haushalte ausschütten

Saar-Chefin will Mehrwertsteuer aus der Gasumlage an arme Haushalte ausschütten


Saar-Chefin will Mehrwertsteuer aus der Gasumlage an arme Haushalte ausschütten
Saar-Chefin will Mehrwertsteuer aus der Gasumlage an arme Haushalte ausschütten / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger fordert mit Blick auf die angekündigte Gasumlage im Herbst und Winter gezielte Entlastungen für einkommensschwache Haushalte. Sollte eine Mehrwertsteuer auf die Gasumlage rechtlich unumgänglich sein, "dann sollten die Einnahmen daraus als monatliches Energiegeld an einkommensschwache Gruppen ausgeschüttet werden", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag. "So würden wir die notwendige Gasumlage auch sozial austarieren, weil kleine Einkommen etwas zurückbekommen und große Einkommen nicht."

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Es liege auf der Hand, dass Entlastung bei kleinen Einkommen lebensnotwendig sei, bei großen Einkommen aber nicht zwingend, sagte Rehlinger. "Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, eine soziale Notlage im Winter zu vermeiden."

Gas-Importeure sind derzeit gezwungen, wegen gedrosselter russischer Lieferungen teure Alternativen einzukaufen, um ihre Verträge einzuhalten. Um Schieflagen zu vermeiden und letztlich die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, können sie ab Oktober 90 Prozent ihrer Zusatzkosten weiterreichen. Das soll über eine Umlage funktionieren, die Mehrkosten sollen gleichermaßen auf alle Energieversorger und schließlich die Endkunden verteilt werden.

Regierungsvertreter wie etwa Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hatten sich dafür ausgesprochen, die Umlage von der Mehrwertsteuer zu befreien. Es ist aber noch unklar, ob dies in Einklang mit europarechtlichen Bestimmungen stünde.

M.Davis--TNT

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