The National Times - Geldwäsche-Vorwürfe: Selenskyjs Ex-Berater Jermak gegen Millionen-Kaution frei

Geldwäsche-Vorwürfe: Selenskyjs Ex-Berater Jermak gegen Millionen-Kaution frei


Geldwäsche-Vorwürfe: Selenskyjs Ex-Berater Jermak gegen Millionen-Kaution frei
Geldwäsche-Vorwürfe: Selenskyjs Ex-Berater Jermak gegen Millionen-Kaution frei / Foto: © AFP/Archiv

In dem aufsehenerregenden Korruptionsskandal um den ehemaligen ukrainischen Präsidentenberater Andrij Jermak ist der langjährige Vertraute von Staatschef Wolodymyr Selenskyj gegen eine millionenschwere Kaution auf freien Fuß gekommen. Der 56-Jährige habe eine Kaution von 140 Millionen Hrywnja (umgerechnet etwa 2,7 Millionen Euro) hinterlegt, teilte am Montag ein Sprecher des obersten Antikorruptionsgerichts des Landes mit. Dieses hatte in der vergangenen Woche eine 60-tägige Untersuchungshaft für Jermak angeordnet. Nach der Zahlung der Kaution soll er nun bis zu einem Prozess auf freien Fuß bleiben.

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Jermak kündigte an, dass er "meine Position sowie meinen Ruf weiterhin mit rechtlichen Mitteln verteidigen" wolle. "Ich bin nirgendwohin geflohen und habe dies auch nicht vor", schrieb er im Onlinedienst Telegram. Der 56-Jährige hatte nach der Festsetzung der Millionen-Kaution durch das Gericht erklärt: "So viel Geld habe ich nicht." Er hoffe aber, dass seine vielen Freunde und Bekannten ihm helfen könnten.

Jermak war von 2020 bis 2025 als Leiter des Präsidialamts Selenskyjs wichtigster Berater. Er wird verdächtigt, an einem weitreichenden Netzwerk zur Veruntreuung von Geldern beteiligt gewesen zu sein. Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (Nabu) hatte vor einer Woche mitgeteilt, eine "organisierte Gruppe" enttarnt zu haben, die umgerechnet 8,9 Millionen Euro "über ein Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew gewaschen" habe. Bei einem der Verdächtigen handele es sich um einen "ehemaligen Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine".

Jermak weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Ende November war er zurückgetreten, nachdem das Antikorruptionsbüro einen großen Korruptionsskandal im Energiesektor aufgedeckt hatte, in den mehrere Politiker verwickelt waren. Korruption ist seit langer Zeit ein Problem in der Ukraine. Ihre Bekämpfung gilt als wichtige Voraussetzung für einen Beitritt des Landes zur Europäischen Union.

B.Scott--TNT

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