The National Times - BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen

BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen


BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen
BUND fordert mehr Wildnis für Deutschland - Regierung soll Gebiete ausweisen / Foto: © AFP/Archiv

Der Umweltverband BUND hat anlässlich des internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai gefordert, in Deutschland wieder mehr Wildnis zu ermöglichen. Die Bundesregierung solle gemäß früheren Zusagen "endlich mindestens zwei Prozent der Landesfläche als Wildnisgebiete ausweisen", erklärte der BUND am Montag in Berlin. Mittelfristig sollten es sogar fünf Prozent werden, um Biodiversität, Klima und Wasserhaushalt besser zu schützen.

Textgröße ändern:

"Wildnisgebiete sind wunderbare Landschaften", erklärte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt. Zugleich böten sie Lebensräume, die in der Kulturlandschaft längst verloren gegangen seien. "Hier finden unzählige Tier- und Pflanzenarten ein Refugium, die anderswo längst selten geworden sind." Neben der biologischen Vielfalt schützten solche Gebiete auch das Klima und den Wasserhaushalt.

"Wir fordern aus guten Gründen, dass tropische Regenwälder, Korallenriffe und afrikanische Savannen geschützt werden", erklärte Bandt weiter. "Doch auch in Deutschland müssen wir unserer eigenen Verantwortung für den Schutz der weltweiten Biodiversität gerecht werden", forderte er die Umsetzung der 2007 für Deutschland beschlossenen und 2024 bekräftigten Nationalen Biodiversitätsstrategie.

Als Wildnis gelten Gebiete, in denen sich die Natur auf großer Fläche ohne das Eingreifen von Menschen entwickeln kann. Derzeit sind dies in Deutschland lediglich etwa 0,6 Prozent der Landesfläche. Wildnisgebiete sollen laut BUND mindestens 1000 Hektar groß sein, in Mooren, Auen und an Küsten mindestens 500 Hektar. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen sie auch betreten werden, etwa im Tourismus oder für Bildung und Forschung.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Dobrindt will Zivilschutz mit zehn Milliarden Euro stärken

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Zivilschutz in Deutschland massiv ausbauen. Das Ministerium werde dafür zehn Milliarden Euro bis 2029 investieren, sagte ein Sprecher des Innenressorts am Montag in Berlin. Mit den Mitteln soll unter anderem in Ausrüstung, Personal und Technik des Technischen Hilfswerks (THW) investiert werden. So ist ein Bauprogramm geplant, um die THW-Gebäude krisensicher zu machen. Zudem sollen 1000 Spezialfahrzeuge beschafft werden.

Endergebnis: Historische Niederlage für Spaniens Sozialisten bei Wahl in Andalusien

In Spanien hat die Partei von Regierungschef Pedro Sánchez bei den Regionalwahlen in Andalusien eine krachende Niederlage hinnehmen müssen. Laut dem am Montag veröffentlichten Endergebnis fuhren die Sozialisten ein historisch schlechtes Ergebnis ein: Im neuen Regionalparlament errang die Partei des ohnehin schwer angeschlagenen Sánchez nur 28 der insgesamt 109 Sitze. Der Urnengang am Sonntag galt als wichtiger Stimmungstest für die Parlamentswahl in Spanien im kommenden Jahr.

Amnesty Deutschland: Iran Land mit den zweitmeisten Hinrichtungen weltweit

Die Zahl der vollstreckten Todesurteile ist laut Amnesty International so hoch wie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Vor allem im Iran sei der Anstieg auf mehr als 2150 Hinrichtungen "erschreckend" hoch, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation. "2025 war Iran das Land mit den zweitmeisten Hinrichtungen weltweit", erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, Julia Duchrow, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Merz verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in Vereinigten Arabischen Emiraten

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Angriff auf ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten verurteilt. "Die erneuten iranischen Luftschläge gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere Partner verurteilen wir scharf", erklärte er am Montag im Onlinedienst X. "Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region." Es dürfe zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen.

Textgröße ändern: