The National Times - Frankreich: Rechtspopulist Bardella traf im Februar deutschen Botschafter in Paris

Frankreich: Rechtspopulist Bardella traf im Februar deutschen Botschafter in Paris


Frankreich: Rechtspopulist Bardella traf im Februar deutschen Botschafter in Paris
Frankreich: Rechtspopulist Bardella traf im Februar deutschen Botschafter in Paris / Foto: © AFP/Archiv

Der französische Rechtspopulist Jordan Bardella hat nach Angaben seiner Partei Rassemblement National (RN) im Februar den deutschen Botschafter in Paris getroffen. "Ja, sie haben sich im Februar getroffen", bestätigte der RN die Zusammenkunft gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Aus dem Umfeld des RN-Parteichefs erfuhr AFP, das Treffen mit dem deutschen Botschafter Stephan Steinlein sei nicht außergewöhnlich gewesen für Bardella, der "im Rahmen seiner Aufgaben als Vorsitzender des RN und als Fraktionschef im Europäischen Parlament zahlreiche Botschafter trifft".

Textgröße ändern:

Bardella, der in Umfragen zu der Präsidentschaftswahl 2027 i Frankreich vornliegt, ist seinem Umfeld zufolge der Ansicht, dass der Dialog mit Deutschland, das er "für einen unverzichtbaren Partner Frankreichs hält", notwendig ist. Bardella habe eine "hohe Wertschätzung für die deutsch-französischen Beziehungen".

Die deutsche Botschaft bestätigte das Treffen nicht offiziell, da "die Art und Weise, wie diese Kontakte zustande kommen, und die Ebene, auf der sie stattfinden, von der Botschaft nicht kommentiert werden". Die Botschaft teilte jedoch mit, es gehöre "zu den Aufgaben einer Auslandsvertretung, Kontakte zu allen relevanten politischen Kräften des Gastlandes zu pflegen".

Ob der 30-jährige Parteivorsitzende bei der Präsidentschaftswahl 2027 antritt, hängt davon ab, ob RN-Fraktionschefin Marine Le Pen im Juli im Berufungsverfahren um veruntreute EU-Gelder erneut zur Nichtwählbarkeit verurteilt wird. In Umfragen liegt Bardella derzeit in der ersten Wahlrunde vorn, würde aber in der Stichwahl gegen den Mitte-Rechts-Kandidaten Édouard Philippe verlieren.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Trump setzt neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag das nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz.

Angriff auf Polizeiwache in Pakistan: Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einer Explosion und einem Angriff mit Schusswaffen auf eine Polizeiwache im Norden Pakistans ist nach Angaben eines ranghohen Polizeibeamten auf mindestens 31 gestiegen. "Mindestens 31 Menschen, darunter 16 Polizeikräfte, sind bei dem Angriff und Selbstmordanschlag getötet worden", sagte der Beamte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die pakistanischen Gesundheitsbehörden meldeten zudem mehr als hundert Verletzte, von denen mehrere sich in kritischem Zustand befänden.

Bund der Steuerzahler fordert neuen Straftatbestand "Haushaltsuntreue"

Vor dem Beginn der Hauptverhandlung gegen Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage hat der Bund der Steuerzahler einen neuen Straftatbestand gefordert. "Bei der Haftung von Bundesministern bestehen Regelungslücken, sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht", sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben).

Trump: Sohn hat russischem Geschäftsmann Geld für Hochzeitsfeier zurückgezahlt

US-Präsident Donald Trumps ältester Sohn hat einem russischen Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml das Geld zurückgezahlt, das dieser für die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des Präsidentensohnes ausgegeben hatte. Die Vorgänge seien zwar "völlig erlaubt" gewesen, "aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt", sagte Trump mit Blick auf seinen Sohn am Freitag vor Journalisten im Oval Office.

Textgröße ändern: