The National Times - Kubanische Führung verurteilt jüngste Trump-Drohungen scharf

Kubanische Führung verurteilt jüngste Trump-Drohungen scharf


Kubanische Führung verurteilt jüngste Trump-Drohungen scharf
Kubanische Führung verurteilt jüngste Trump-Drohungen scharf / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die kubanische Führung hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen ihr Land scharf verurteilt. Trumps erneute Androhung militärischer Gewalt habe ein "gefährliches und beispielloses Niveau" erreicht, schrieb der kubanische Staatschef Miguel Díaz-Canel am Samstag im Onlinedienst X. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, Stellung dazu zu beziehen, ob ein solch "drastischer krimineller Akt zugelassen wird".

Textgröße ändern:

Bei Trumps Drohungen gehe es darum, "die Interessen einer kleinen, aber wohlhabenden und einflussreichen Gruppe zu befriedigen, die nach Rache und Vorherrschaft giert", schrieb Díaz-Canel in Bezugnahme auf Exil-Kubaner in Florida. "Kein Aggressor, so mächtig er auch sein mag, wird in Kuba Kapitulation vorfinden", betonte er.

Trump hatte bei einer Rede in Florida am Freitag gesagt, die USA würden Kuba "fast sofort übernehmen". Trumps Äußerungen in dem US-Bundesstaat, in dem die größte kubanische Gemeinde außerhalb der Karibikinsel lebt, erfolgten nur wenige Stunden, nachdem er eine Verschärfung der Sanktionen gegen die Regierung in Havanna angeordnet hatte.

Der US-Präsident hat wiederholt laut darüber nachgedacht, Kuba zu übernehmen, das 145 Kilometer vor Florida liegt und seit der kommunistischen Revolution auf der Insel unter Führung von Fidel Castro im Jahr 1959 fast ununterbrochen einem US-Handelsembargo unterliegt. Zuletzt fanden jedoch auch Gespräche zwischen beiden Seiten statt.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi aus Gefängnis ins Krankenhaus gebracht

Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Unterstützer "nach einer katastrophalen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands" ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die 54-jährige Aktivistin sei am Freitag eilig in ein Krankenhaus in Sandschan gebracht worden, teilte Mohammadis Stiftung mit. Dem seien unter anderem "zwei Episoden eines vollständigen Verlusts ihres Bewusstseins und ernste Herzprobleme" vorausgegangen. Das Nobelpreis-Komitee in Oslo forderte, Mohammadi "umgehend in die Obhut ihres eigenen Ärzteteams in Teheran zu überstellen".

Zwei Teilnehmer der Gaza-Hilfsflotte nach Israel gebracht - Spanien übt scharfe Kritik

Nach dem Abfangen der Gaza-Hilfsflotte durch Israel vor der griechischen Insel Kreta sind zwei der 175 Aktivisten nach Israel gebracht worden. Wie das israelische Außenministerium am Samstag mitteilte, wurden der Spanier Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Ávila zu einer Befragung an die Strafverfolgungsbehörden im Land übergeben. Das spanische Außenministerium kritisierte das Vorgehen der israelischen Behörden scharf und bezeichnete es als "illegal".

Ausbau der Solarenergie in Deutschland deutlich verlangsamt

Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland hat sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich verlangsamt. Wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Samstag in Berlin mitteilte, wurden im ersten Quartal 2026 neue Anlagen mit einer Leistung von 3,5 Gigawatt-Peak in Betrieb genommen - etwa sechs Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Verband warnte angesichts dieser Entwicklung eindringlich vor Kürzungen der Solarförderung.

Pentagon ordnet Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland binnen zwölf Monaten an

Nach erneuten Drohungen von Präsident Donald Trump hat das US-Verteidigungsministerium den Abzug von rund 5000 Soldaten aus Deutschland angeordnet und damit die europäischen Nato-Verbündeten auf den Plan gerufen. Der Abzug dürfte "in den kommenden sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein", erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell am Freitag (Ortszeit). Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nannte die US-Entscheidung am Samstag "absehbar". Ebenso wie die Nato sieht er darin ein weiteres Zeichen dafür, dass Europa mehr in seine Verteidigung investieren muss.

Textgröße ändern: