The National Times - Bericht: Jüdische Gruppe in Australien warnte kurz vor Bondi-Beach-Angriff vor Terror

Bericht: Jüdische Gruppe in Australien warnte kurz vor Bondi-Beach-Angriff vor Terror


Bericht: Jüdische Gruppe in Australien warnte kurz vor Bondi-Beach-Angriff vor Terror
Bericht: Jüdische Gruppe in Australien warnte kurz vor Bondi-Beach-Angriff vor Terror / Foto: © AFP/Archiv

Wenige Tage vor dem Amoklauf am australischen Bondi Beach im Dezember hat eine jüdische Gruppe die Polizei vor der Gefahr eines Terrorschlags gewarnt. Dies geht aus einem vorläufigen Untersuchungsbericht hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. "Ein Terroranschlag gegen die jüdische Gemeinde von New South Wales ist wahrscheinlich, und es herrscht ein hohes Maß an antisemitischer Herabwürdigung", schrieb die jüdische Gruppierung Community Security Group wenige Tage vor dem Angriff an die örtliche Polizei.

Textgröße ändern:

Am 14. Dezember hatten zwei Männer während einer Feier zum Chanukkafest am berühmten Bondi Beach in Sydney in die Menge geschossen. 15 Menschen wurden getötet, dutzende weitere wurden verletzt.

Die australischen Behörden stufen die Tat als antisemitischen Angriff ein. Sie gehen davon aus, dass die beiden Täter von der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beeinflusst waren. Der 50-jährige Sajid Akram wurde von der Polizei erschossen, sein Sohn Naveed Akram sitzt in Haft.

Laut den am Donnerstag veröffentlichten Ermittlungsergebnissen hatte die Polizei der jüdischen Gruppe auf ihre Warnung hin mitgeteilt, sie könne keine Beamten zur Absicherung der Chanukka-Feierlichkeiten bereitstellen, werde jedoch mobile Streifen entsenden.

"Die Polizei ist für Entscheidungen bezüglich der Ressourcenverteilung zuständig, und es scheint, als sei dies nicht angemessen geschehen", sagte der jüdische Gemeindevorsitzende Alex Ryvchin dem Sender ABC. Die Organisatoren der Chanukka-Feierlichkeiten seien damals von einem "allgemeinen Gefühl der Unruhe" erfasst worden.

New South Wales' Premierminister Chris Minns erklärte am Donnerstag, er übernehme die "Verantwortung" dafür, dass die Opfer nicht ausreichend geschützt worden seien. "Hätten wir gewusst, was passieren würde, hätten wir eine ganze Armee dorthin entsandt", sagte Minns.

Mit Blick auf künftige jüdische Feierlichkeiten wurde in dem Untersuchungsbericht eine klare Empfehlung für verstärkte Sicherheitsvorkehrungen der Polizei ausgesprochen.

Der australische Premierminister Anthony Albanese kündigte an, "alle Empfehlungen" des Berichts umzusetzen. "Ich kann der australischen Öffentlichkeit versichern, dass die Regierung nach dem Anschlag von Bondi alles Notwendige tun wird, um die Gemeinschaft zu schützen", sagte Albanese vor Journalisten.

T.Ward--TNT

Empfohlen

Entlastung für Verbrennerfahrer: Neuauflage des Tankrabatts sorgt für Kritik

Der Tankrabatt wird neu aufgelegt: Die Bundesregierung hat angekündigt, ab Oktober erneut die Energiesteuer auf Kraftstoffe zu senken. Kurz vor den wichtigen Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am Sonntag sorgt die schwarz-rote Koalition so für Entlastungen für Fahrer von Verbrennerfahrzeugen. Lob dafür kam unter anderem vom Bauernverband und von Speditionen. Umwelt- sowie Verbraucherschützer und auch Marktexperten wie die Monopolkommission sehen die Maßnahmen jedoch kritisch.

Medwedew fordert "militärische Abschreckung" als Reaktion auf US-Sanktionen

Als Reaktion Moskaus auf die neuen US-Sanktionen gegen Russland hat der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew auch eine "militärische Abschreckung" gefordert. Selbst über den Ozean hinweg werde "nur die Sprache der direkten militärischen Abschreckung" gehört, erklärte der heutige Vize-Chef des Nationalen Sicherheitsrats am Samstag mit Blick auf Washington im Onlinedienst Telegram. Die Antwort Russlands auf "russophobe Grausamkeiten wie das Gesetz des toten Terroristen Graham" müsse daher so ausfallen. Nähere Angaben dazu machte Medwedew nicht.

Trump setzt neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag das nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz.

Angriff auf Polizeiwache in Pakistan: Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einer Explosion und einem Angriff mit Schusswaffen auf eine Polizeiwache im Norden Pakistans ist nach Angaben eines ranghohen Polizeibeamten auf mindestens 31 gestiegen. "Mindestens 31 Menschen, darunter 16 Polizeikräfte, sind bei dem Angriff und Selbstmordanschlag getötet worden", sagte der Beamte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die pakistanischen Gesundheitsbehörden meldeten zudem mehr als hundert Verletzte, von denen mehrere sich in kritischem Zustand befänden.

Textgröße ändern: