The National Times - Rutte versichert der Türkei Beistand der Nato nach Raketen aus dem Iran

Rutte versichert der Türkei Beistand der Nato nach Raketen aus dem Iran


Rutte versichert der Türkei Beistand der Nato nach Raketen aus dem Iran
Rutte versichert der Türkei Beistand der Nato nach Raketen aus dem Iran / Foto: © AFP

Nach iranischen Raketenangriffen auf die Türkei hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Ankara stets "das Notwendige" unternehmen, um die Türkei und ihre anderen Mitglieder zu verteidigen. Die Nato habe in den vergangenen Wochen vier Mal "erfolgreich Raketen abgefangen, die aus dem Iran in Richtung der Türkei unterwegs" gewesen seien, sagte Rutte am Mittwoch in der türkischen Hauptstadt.

Textgröße ändern:

"Die Nato ist für solche Bedrohungen vorbereitet und wird immer tun, was notwendig ist, um die Türkei und alle anderen zu verteidigen", sagte Rutte weiter. Nach dem Eindringen iranischer Raketen in den türkischen Luftraum hatte das Verteidigungsbündnis die Nato-Luftwaffenbasis in Incirlik mit einem zusätzlichen dritten Patriot-Flugwehrsystem verstärkt.

"Der Iran verbreitet Terror und Chaos und das merkt man deutlich hier in der Türkei", sagte Rutte vor Journalisten bei einem Besuch des größten elektronischen Rüstungsunternehmens des Landes, Aselsan. Der Nato-Generalsekretär hob zudem die türkische "Revolution" in der Verteidigungsindustrie der vergangenen Jahre hervor. "Wir können viel von dem lernen, was die Türkei hier macht", sagte Rutte. Dies sei in einer gefährlicheren Welt notwendig.

Ruttes Besuch in der Türkei fand im Vorfeld des Nato-Gipfels in Ankara im Juli statt.

F.Harris--TNT

Empfohlen

Regierungskreise: Libanon will von Israel einmonatige Verlängerung der Waffenruhe fordern

Der Libanon will offenbar bei den Verhandlungen mit Israel am Donnerstag in Washington eine Verlängerung der Waffenruhe um einen Monat fordern. Ein libanesischer Regierungsvertreter sagte am Mittwoch, Beirut werde zudem "die strikte Einhaltung der Waffenruhe und den Stopp von Sprengungen und Zerstörungen in den Gebieten, in denen Israel präsent ist, verlangen". Der libanesischen Präsidenten Joseph Aoun erklärte am Mittwoch, es gebe Kontakte, um die am Sonntag auslaufende Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon zu verlängern.

Schah-Sohn wird bei Berlin-Besuch nicht von Bundesregierung empfangen

Der Sohn des letzten Schahs im Iran wird bei seinem Besuch in Berlin am Donnerstag nicht von Vertretern der Bundesregierung empfangen. Die Bundesregierung sehe "keinen Anlass, mit ihm das Gespräch zu suchen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. Der Schah-Sohn Reza Pahlavi sei "ein Privatmann, der natürlich für eine Bewegung steht oder von einer Bewegung getragen wird". Die Erwartung der Bundesregierung sei, "dass das iranische Volk die freie Entscheidung hat, über seine Führung zu bestimmen".

Militärstrategie: Bundeswehr soll stärkste konventionelle Armee Europas werden

Mehr Soldaten, Flexibilität bei der Ausrüstung und eine Reserve auf Augenhöhe - die Bundeswehr bekommt erstmals in ihrer Geschichte eine Militärstrategie. Angesichts der internationalen Bedrohungslage sei es das Ziel, Abschreckung innerhalb der Nato zu stärken und die Bundeswehr bis 2039 zur "stärksten konventionellen Armee in Europa" auszubauen, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch in Berlin. Dem Bundeswehrverband gehen die Pläne nicht weit genug.

Bessere Ersteinschätzung: Neue Notfallversorgung soll Rettungsstellen entlasten

Lange Wartezeiten, Bagatellfälle und fehlende Ressourcen für echte Notfälle: Die Bundesregierung will die Zahl der in den Rettungsstellen der Krankenhäuser behandelten Menschen deutlich reduzieren. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine Reform der Notfallversorgung, die vor allem auf eine bessere Ersteinschätzung setzt, damit Patientinnen und Patienten die Notaufnahmen gar nicht erst aufsuchen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnte indes, für den Ausbau der Ersteinschätzung seien keine Ressourcen da.

Textgröße ändern: