The National Times - Frachter mit ukrainischem Getreide soll doch nicht am Sonntag in Tripoli anlegen

Frachter mit ukrainischem Getreide soll doch nicht am Sonntag in Tripoli anlegen


Frachter mit ukrainischem Getreide soll doch nicht am Sonntag in Tripoli anlegen
Frachter mit ukrainischem Getreide soll doch nicht am Sonntag in Tripoli anlegen / Foto: © AFP

Das erste Schiff mit Getreideexporten aus der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieg soll doch nicht wie geplant am Sonntag in der libanesischen Hafenstadt Tripoli anlegen. "Wir möchten Sie darüber informieren, dass die für morgen geplante Ankunft des Schiffes 'Razoni' verschoben wurde", teilte die ukrainische Botschaft im Libanon am Samstag der Nachrichtenagentur AFP mit.

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Auf die Frage nach den Gründen für die Verschiebung erklärte die Botschaft, dass sie derzeit "keine weiteren Informationen" habe. Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle wird das Schiff wahrscheinlich nicht im Libanon anlegen, wenn es seine Ladung an einen Händler in einem anderen Land verkaufen kann.

Bislang war geplant gewesen, dass der Frachter "Razoni" am Sonntag um 10.00 Uhr Ortszeit (09.00 Uhr MESZ) in Tripoli anlegt. Die "Razoni" hatte am Montag den Hafen im ukrainischen Odessa mit 26.000 Tonnen Mais an Bord in Richtung Libanon verlassen. Am Mittwoch inspizierten türkische und russische Experten das Schiff vor der Küste Istanbuls.

Am Freitagmorgen waren nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums drei weitere Schiffe mit Getreide aus der Ukraine gestartet. Die mit Mais beladenen Frachter würden Irland, Großbritannien und die Türkei anlaufen, erklärte das Ministerium. Gleichzeitig sei ein Frachter auf dem Weg in die ukrainische Hafenstadt Tschornomorsk, um dort Getreide einzuladen.

Wegen des russischen Angriffskrieges waren in den vergangenen Monaten alle Getreide-Exporte der Ukraine aus ihren Schwarzmeer-Häfen blockiert, was zu einer Lebensmittelkrise weltweit beigetragen hatte. Erst kürzlich einigten sich Russland, die Ukraine, die Türkei und die UNO auf ein Abkommen, um die Blockade zu überwinden. Teil der Einigung ist es, die Schiffe zu inspizieren, insbesondere um Waffenlieferungen auszuschließen.

H.Davies--TNT

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