The National Times - Achte Wahl in fünf Jahren: Vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien begonnen

Achte Wahl in fünf Jahren: Vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien begonnen


Achte Wahl in fünf Jahren: Vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien begonnen
Achte Wahl in fünf Jahren: Vorgezogene Parlamentswahl in Bulgarien begonnen / Foto: © AFP

In Bulgarien hat am Sonntagmorgen eine vorgezogene Parlamentswahl begonnen. Bei der achten Wahl binnen fünf Jahren gilt das Mitte-Links-Bündnis Progressives Bulgarien des russlandfreundlichen Ex-Präsidenten Rumen Radew als Favorit. Das Bündnis des ehemaligen Kampfpiloten, der die grassierende Korruption im Land bekämpfen will, kann Umfragen zufolge mit etwa 35 Prozent der Wählerstimmen rechnen.

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Größter Konkurrent ist das konservative Mitte-Rechts-Bündnis GERB-SDS des ehemaligen Regierungschefs Bojko Borissow. In den Umfragen kommt es auf 20 Prozent. Das liberale Bündnis PP-DB könnte auf dem dritten Platz landen.

Die Wahllokale schließen um 20.00 Uhr (Ortszeit, 19.00 Uhr MESZ). Erste Prognosen werden unmittelbar danach veröffentlicht.

Während Borissows GERB-SDS die Ukraine und die Politik Brüssels unterstützt, gilt Radew als russlandfreundlich. Der 62-Jährige will Bulgarien, das ärmste Land der EU, nach eigenen Angaben "von seinem oligarchischen Regierungsmodell befreien". Gleichzeitig fordert er eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland und sieht Sofia dabei als "ein sehr wichtiges Bindeglied". Waffenlieferungen für die Ukraine sieht er skeptisch.

Für Empörung sorgte Radew, als er kürzlich bei einer Wahlkampfveranstaltung Fotos von sich mit anderen Staatschefs zeigte - darunter mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Die Wahl soll der jahrelangen politischen Instabilität in Bulgarien ein Ende bereiten. Seit der langjährige Regierungschef Borissow 2021 durch Anti-Korruptions-Proteste zu Fall gebracht worden war, hat keine Regierung länger als ein Jahr gehalten.

Auch die letzte Regierung unter GERB-Führung trat im Dezember zurück - nachdem es zuvor ebenfalls Demonstrationen gegen die Korruption im Land gegeben hatte. Daraufhin legte Radew im Januar nach neun Jahren sein Präsidentenamt nieder, um für das Amt des Regierungschefs zu kandidieren.

V.Allen--TNT

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