The National Times - Iran verkündet Öffnung der Straße von Hormus - Teheran erfüllt US-Forderung für Frieden

Iran verkündet Öffnung der Straße von Hormus - Teheran erfüllt US-Forderung für Frieden


Iran verkündet Öffnung der Straße von Hormus - Teheran erfüllt US-Forderung für Frieden

Der Iran hat die Blockade der Straße von Hormus für Handelsschiffe offiziell aufgehoben - und damit Hoffnungen auf ein baldiges Friedensabkommen mit den USA sowie sinkende Öl- und Benzinpreise genährt. "Im Zuge der Feuerpause im Libanon ist die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Straße von Hormus für die verbleibende Zeit der Waffenruhe vollständig offen", erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag im Onlinedienst X.

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US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt und schrieb auf seiner Onlineplattform Truth Social "Vielen Dank" in Großbuchstaben. Zugleich kündigte er an, die US-Blockade iranischer Häfen werde bis zu einem Friedensabkommen mit Teheran bestehen bleiben.

Eine solche Vereinbarung könne aber sehr bald stehen, schrieb der US-Präsident weiter: "Der Prozess sollte sehr schnell gehen, weil die meisten Punkte schon ausverhandelt wurden." Trump sprach von einem "großartigen und brillanten Tag für die Welt".

Der US-Präsident hatte den Iran wiederholt aufgefordert, die Blockade der für den weltweiten Öl- und Gastransport äußerst wichtigen Straße von Hormus aufzuheben. Teheran wiederum forderte, eine am 7. April mit den USA vereinbarte Waffenruhe müsse auch für den Libanon gelten.

Israel und der Libanon einigten sich schließlich am Donnerstag unter US-Vermittlung auf eine zehntägige Waffenruhe, die auch für die pro-iranische Hisbollah-Miliz gelten soll. Stunden nach Inkrafttreten der Feuerpause in der Nacht auf Freitag verkündete der Iran die Wiederöffnung der Straße von Hormus.

Ein iranischer Militärvertreter sagte dem iranischen Staatsfernsehen zwar, eine Durchfahrt für Kriegsschiffe durch die Meerenge bleibe "verboten". Trump erklärte trotzdem, der Iran habe zugestimmt, die Straße von Hormus "nie wieder zu schließen". "Sie wird nicht mehr als Waffe gegen die Welt eingesetzt werden." Trump erklärte außerdem, der Iran habe "mit Hilfe der USA" alle Seeminen entfernt oder sei gerade dabei, dies zu tun.

Die Nachricht von der Öffnung der Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, ließ die Erdölpreise um mehr als zehn Prozent sinken. Aktienkurse legten stark zu, weil bei Anlegern der Optimismus wuchs.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar war die Straße von Hormus de facto durch die iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. Die Blockade hat weltweit die Preise für Öl und Flüssiggas in die Höhe getrieben - was auch Verbraucher an den Tanksäulen massiv trifft.

Staats- und Regierungschefs reagierten am Freitag erfreut, aber auch mit Vorsicht auf die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach bei einer Konferenz in Paris zur Sicherung der Meerenge von einer "guten Nachricht". Er betonte zugleich, die Öffnung müsse "zuverlässig" und "dauerhaft" sein.

Auch der französische Staatschef Emmanuel Macron begrüßte die iranische Ankündigung. Er forderte zugleich eine "vollständige bedingungslose Wiederöffnung durch alle Seiten".

Der britische Premierminister Keir Starmer sagte nach dem Pariser Treffen, an dem mehr als 30 Staats- und Regierungschef teilnahmen, Frankreich und Großbritannien wollten eine multinationale Mission zur Sicherung der Straße von Hormus leiten. Diese Mission solle beginnen, "sobald die Umstände es zulassen", mehr als ein Dutzend Staaten hätten eine Unterstützung zugesagt. Merz stellte die Beteiligung der Bundeswehr beim Minenräumen und bei der Seeaufklärung in Aussicht.

Allerdings kamen von Trump nicht gerade freundliche Signale, was einen Einsatz westlicher Verbündeter in der strategisch wichtigen Meerenge angeht. "Jetzt, wo die Situation an der Straße von Hormus zu Ende ist, habe ich einen Anruf von der Nato bekommen, ob wir Hilfe brauchen", schrieb Trump auf Truth Social. "Ich habe ihnen gesagt, sie sollen wegbleiben, es sei denn, sie wollen einfach nur ihre Schiffe mit Öl beladen."

Unklar war, ob der US-Präsident tatsächlich die Nato meinte oder einzelne Nato-Mitgliedstaaten wie etwa Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die sich in Paris versammelt hatten.

In dem Ende Februar begonnen Iran-Krieg hatten sich Washington und Teheran am 7. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Diese läuft theoretisch am kommenden Mittwoch aus. Verhandlungen für einen dauerhaften Frieden zwischen dem Iran und den USA am vergangenen Wochenende in der pakistanischen Hautstadt Islamabad endeten ohne Einigung. Trump verhängte daraufhin die Blockade iranischer Häfen.

Die Bemühungen für ein Friedensabkommen laufen aber weiter. Die Waffenruhe im Libanon und die Öffnung der Straße von Hormus könnten wichtige Schritte auf dem Weg zu einer Vereinbarung sein.

T.Ward--TNT

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