The National Times - Macron besorgt über mögliche Verstöße gegen Waffenruhe im Libanon

Macron besorgt über mögliche Verstöße gegen Waffenruhe im Libanon


Macron besorgt über mögliche Verstöße gegen Waffenruhe im Libanon
Macron besorgt über mögliche Verstöße gegen Waffenruhe im Libanon / Foto: © AFP/Archiv

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich angesichts möglicher Verstöße gegen die Waffenruhe im Libanon besorgt gezeigt. "Ich fordere Sicherheit für die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten der Grenze zwischen dem Libanon und Israel", schrieb Macron am Freitag im Onlinedienst X. Er unterstütze voll und ganz die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe. "Aber ich erkläre zugleich meine Sorge, dass diese bereits jetzt durch die Fortsetzung militärischer Operationen geschwächt werden könnte", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

"Die Hisbollah muss auf Waffen verzichten. Israel muss die libanesische Souveränität respektieren und den Krieg beenden", erklärte Macron.

Auch nach dem offiziellen Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um Mitternacht Ortszeit (Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) blieb die Lage angespannt. Die libanesische Armee warf Israel bereits am frühen Morgen Verstöße vor. Es seien "mehrere israelische Aggressionen registriert worden". Die pro-iranische Hisbollah verübte nach eigenen Angaben einen Vergeltungsangriff auf israelische Soldaten nahe der Stadt Chiam" im Südlibanon.

Trump hatte die Waffenruhe am Donnerstag bekanntgegeben. Sie war unter Vermittlung der USA zustande gekommen. Die Vereinbarung schließt auch die Hisbollah ein, die im Libanon eine Art Staat im Staat bildet.

Am Dienstag hatten in Washington erstmals seit drei Jahrzehnten diplomatische Vertreter Israels und der Libanon direkte Gespräche geführt. Die beiden Nachbarländer unterhalten bisher keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Weimer will Digitalabgabe in nächsten Wochen auf Weg bringen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will zur Stärkung des klassischen Journalismus noch vor der Sommerpause die Pläne für eine Digitalabgabe für Internetkonzerne auf den Weg bringen. "Der Bundesrat hat mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen, dass diese Abgabe kommen soll, um gezielt guten Journalismus zu unterstützten", sagte Weimer der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagsausgabe). Er zeigte sich zuversichtlich, dass es auch im Bundestag eine Mehrheit dafür gebe.

Bundeskanzler Merz empfängt portugiesischen Regierungschef

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Dienstag den portugiesischen Ministerpräsidenten Luís Montenegro in Berlin. Themen des Treffens im Bundeskanzleramt am frühen Abend werden laut Bundesregierung voraussichtlich die bilaterale Zusammenarbeit sowie aktuelle europapolitische Fragen und internationale Sicherheitspolitik sein. Vor ihrem Vier-Augen-Gespräch wollen Merz und Montenegro vor die Presse treten (18.20 Uhr). Nach der Begegnung der beiden Regierungschefs soll es ein Delegationsgespräch geben.

Bundesaußenminister Wadephul empfängt isarelischen Kollegen Saar in Berlin

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) empfängt am Dienstag seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar in Berlin. Themen der Begegnung dürften unter anderem der Iran-Krieg und Israels Kampf gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon sein. Im Anschluss an die Gespräche im Auswärtigen Amt wollen Wadephul und Saar am frühen Abend (18.00 Uhr) gemeinsam vor die Presse treten.

Unionsfraktion wählt Spitze neu - SPD-Fraktion mit Bilanz zu einem Jahr Koalition

Die Abgeordneten von CDU und CSU im Bundestag wählen am Dienstag ihre Fraktionsspitze neu (15.00 Uhr). Erwartet wird eine Bestätigung von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU), der vor einem Jahr mit mehr als 90 Prozent an die Spitze der größten Bundestagsfraktion gewählt worden war. Spannend dürfte werden, ob er angesichts des wachsenden Unmuts in der Reihen der CDU/CSU über die Koalition mit der SPD abermals auf ein derart hohes Ergebnis kommt.

Textgröße ändern: