The National Times - Schwesig: Senkung von Mineralölsteuer muss "so schnell wie möglich" kommen

Schwesig: Senkung von Mineralölsteuer muss "so schnell wie möglich" kommen


Schwesig: Senkung von Mineralölsteuer muss "so schnell wie möglich" kommen
Schwesig: Senkung von Mineralölsteuer muss "so schnell wie möglich" kommen / Foto: © AFP

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die geplante vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer begrüßt und der Bundesregierung zugleich zu langsames Handeln vorgeworfen. "Es ist wichtig, dass jetzt die Absenkung so schnell wie möglich kommt", sagte sie am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Die Länder hätten dies schon vor einigen Wochen gefordert, die Bundesregierung sei "spät dran".

Textgröße ändern:

Besonders Pendler mit kleinen Einkommen, Rentner sowie Branchen wie Handwerk und Speditionen stünden unter erheblichem Kostendruck, betonte Schwesig. "Die Stimmung in der Wirtschaft ist enorm schlecht, weil die Bundesregierung eben sehr spät handelt."

Zugleich forderte die SPD-Politikerin weitere Schritte, etwa gezielte Entlastungen für kleine und mittlere Unternehmen. Für diese Unternehmen brauche es "ein starkes Zeichen".

Schwesig äußerte zudem Zweifel an dem Vorhaben, Arbeitgebern die Möglichkeit zu geben, Beschäftigten eine steuerfreie Entlastungsprämie von 1000 Euro zu zahlen. Viele Unternehmen stünden wegen hoher Kraftstoffpreise stark unter Druck: "Wie sollen die das machen?", fragte die Ministerpräsidentin. Stattdessen brauche es "eine Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen über die Einkommensteuer".

Die schwarz-rote Koalition hat angesichts der hohen Spritpreise durch den Iran-Konflikt am Wochenende über weitere Entlastungen beraten und ihre Einigungen am Montag vorgestellt. So beschlossen CDU, CSU und SPD, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten 2026 eine steuerfreie Entlastungsprämie von 1000 Euro zahlen können. Zudem soll die Mineralölsteuer für Diesel und Benzin für zwei Monate um 17 Cent gesenkt werden.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Gegenseitige Angriffe zwischen Israel und Hisbollah gehen weiter

Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon seit Jahrzehnten gehen die gegenseitigen Angriffe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die Hisbollah feuerte nach Angaben der israelischen Armee am Mittwochmorgen dutzende Raketen auf den Norden Israels ab. Israel beschoss laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zwei Fahrzeuge südlich von Beirut. Auch weitere Ziele im Libanon wurden laut NNA angegriffen.

Dobrindt plant höhere Besoldung für Bundesbeamte - Mehrbelastung für Haushalt

Zur Umsetzung von Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts plant Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine höhere Besoldung von Beamtinnen und Beamten des Bundes. Das Innenministerium legte dazu einen Gesetzentwurf vor, der den Haushalt des Bundes zusätzlich voraussichtlich in diesem Jahr mit 3,39 Milliarden Euro und 2027 mit 3,52 Milliarden Euro belastet. Rückwirkend für das vergangene Jahr kommen noch einmal gut 707 Millionen Euro hinzu.

Spritpreis-Taskforce: Herausforderungen durch Iran-Krieg werden steigen

Die von der Regierungskoalition eingerichtete Spritpreis-Taskforce hat am Mittwoch die Bereitschaft zu weiteren möglichen Maßnahmen angesichts der Folgen des Iran-Kriegs bekräftigt. "Die Herausforderungen werden steigen", sagte der Ko-Chef der Taskforce, Sepp Müller (CDU), am Morgen in Berlin. Wenn es gegebenenfalls notwendig sei, sollten weitere Maßnahmen "im Schnellverfahren" auf den Weg gebracht werden.

Staatsfernsehen: In Frankreich inhaftierte Iranerin zurück im Iran

Eine in Frankreich inhaftierte Iranerin ist nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens zurück in ihrer Heimat. "Mahdieh Esfandiari, eine palästinensische Aktivistin, ist nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis in Frankreich in den Iran zurückgekehrt", berichtete das Staatsfernsehen am Mittwoch.

Textgröße ändern: