The National Times - Peru: Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat fordert Annullierung der Wahl

Peru: Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat fordert Annullierung der Wahl


Peru: Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat fordert Annullierung der Wahl
Peru: Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat fordert Annullierung der Wahl / Foto: © AFP

Der rechtsextreme peruanische Präsidentschaftskandidat Rafael López Aliaga hat eine Annullierung der ersten Runde der Präsidentschaftswahl gefordert. Vor Journalisten erhob López Aliaga am Dienstag (Ortszeit) Betrugsvorwürfe, ohne Beweise vorzulegen, und forderte die Wahlkommission auf, zu "handeln, diesen gesamten Prozess für null und nichtig zu erklären oder herauszufinden, wie man das löst". Der frühere Bürgermeister von Lima befindet sich in einem engen Dreikampf um den zweiten Platz bei der Wahl am Sonntag.

Textgröße ändern:

Im Onlinedienst Facebook rief López Aliaga seine Anhänger zudem auf, auf die Straße zu gehen. "Lasst sie uns nicht unsere Zukunft stehlen", erklärte er.

Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen lag die rechtspopulistische Kandidatin Keiko Fujimori bei rund 17 Prozent der Stimmen. Die Tochter des wegen Korruption verurteilten früheren Staatschefs Alberto Fujimori gilt als Unterstützerin von US-Präsident Donald Trump und hat im Wahlkampf angekündigt, US-Investoren nach Peru zu holen und Ausländer auszuweisen.

Der Vorsprung von López Aliaga auf den sozialdemokratischen Kandidaten Jorge Nieto und den linken Ex-Minister Roberto Sánchez schrumpfte mit zunehmender Auszählung der Stimmen. López Aliaga kam den jüngsten Teilergebnissen zufolge auf 12,5 Prozent, gegenüber 11,6 Prozent für Nieto und 10,7 Prozent für Sánchez. Der Zweitplatzierte tritt in einer Stichwahl im Juni voraussichtlich gegen Fujimori an. Der 65-jährige López Aliaga hatte im Wahlkampf versprochen, "Jagd" auf venezolanische Migranten zu machen.

Bei der Wahl eines neuen Staatsoberhauptes und auch eines neuen Parlaments hatte es teilweise Probleme mit den Wahlunterlagen gegeben. Deshalb blieben am Sonntagabend in vielen Orten die Wahllokale länger geöffnet als geplant. Am Montag öffneten einige Wahllokale nochmal.

L.Johnson--TNT

Empfohlen

Ungarn: Scharfe Kritik an Magyars Plan zur Absetzung des Präsidenten

In Ungarn mehrt sich die Kritik an den Plänen des neuen Regierungschefs Peter Magyar, den Präsidenten Tamas Sulyok mittels neiner Verfassungsänderung abzusetzen. Ein solcher Schritt könne einen Präzedenzfall schaffen, erklärte der bekannte ungarische Politikwissenschaftler Gábor Török am Donnerstag im Onlinedienst Facebook. "Wenn eine Waffe auf den Tisch gelegt wird, bedeutet das, dass sie auch eingesetzt werden kann - und sobald die Waffe eingesetzt wird, ist sie nicht mehr nur eine Option, sondern wird Teil des Repertoires."

Rubio: USA wollen keine Einigung mit dem Iran "um jeden Preis"

US-Außenminister Marco Rubio hat bei einer Reise in die Golfregion am Donnerstag betont, dass Washington in den Verhandlungen mit Teheran keine "Einigung um jeden Preis" suche. Ein Zankapfel ist weiterhin der künftige Status der Straße von Hormus. Während der Iran Schiffe davor warnte, die Meerenge ohne Genehmigung zu passieren, bestand Rubio darauf, dass auch künftig eine freie Durchfahrt möglich sein müsse. Zustimmung bekam er vom Oman, durch dessen Gewässer ein Großteil der Schifffahrtsrouten verläuft.

Konferenz in Danzig: Werben um private Investoren für den Wiederaufbau der Ukraine

Politische Unterstützung für Kiew und Werben um private Investoren für die Ukraine: Bei der Wiederaufbaukonferenz für das Land im polnischen Danzig hat die Bundesregierung am Donnerstag für internationale Investitionen in der Ukraine geworben. Öffentliche Finanzierung werde "niemals ausreichen, um ein Land wiederaufzubauen, das solch eine massive Zerstörung erlitten hat", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Danzig. In ihrem Streit um die Weltkriegsvergangenheit schlugen die Regierungschefs von Polen und der Ukraine unterdessen versöhnliche Töne an.

Trump stößt republikanische Parteikollegen mit Wutausbruch vor den Kopf

Mit einem wütenden Auftritt im Kapitol hat US-Präsident Donald Trump Parlamentarier seiner Republikanischen Partei vor den Kopf gestoßen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen kam es US-Medienberichten zufolge am Mittwoch (Ortszeit) zu einem handfesten Streit über eine tags zuvor im Senat verabschiedete Resolution, welche die Befugnisse des Präsidenten im Iran-Krieg einschränkte. Dabei verweigerte Trump seine Unterschrift unter ein Gesetz für erschwinglichen Wohnraum, um die Verabschiedung einer seiner Ansicht nach "dringend benötigten" Änderung des Wahlrechts zu erzwingen.

Textgröße ändern: