The National Times - Kanada: Partei von Premier Carney sichert sich in Nachwahlen Mehrheit im Parlament

Kanada: Partei von Premier Carney sichert sich in Nachwahlen Mehrheit im Parlament


Kanada: Partei von Premier Carney sichert sich in Nachwahlen Mehrheit im Parlament
Kanada: Partei von Premier Carney sichert sich in Nachwahlen Mehrheit im Parlament / Foto: © AFP

Die Partei von Kanadas Premierminister Mark Carney hat sich mit zwei Siegen bei Nachwahlen eine Mehrheit im kanadischen Parlament gesichert. Carneys Liberale gewannen am Montag mühelos zwei der drei nachzubesetzenden Sitze. Die Partei hatte bei der Wahl vor einem Jahr die meisten Sitze gewonnen, jedoch knapp die absolute Mehrheit verfehlt.

Textgröße ändern:

Die Liberalen gewannen ihre zwei Sitze in der Metropole Toronto, wo die Partei bei den jüngsten Wahlen dominiert hatte. Das Ergebnis im dritten Wahlkreis Terrebonne in Québec blieb zunächst unklar - hier lagen der liberale Kandidat und ein Vertreter des Bloc Québécois Kopf an Kopf.

Die Siege in Toronto verschaffen den Liberalen die vollständige Kontrolle über das Parlament. Sie verfügen nun über genügend Sitze, um sicherzustellen, dass sie den Sprecher des Unterhauses – selbst ein Liberaler – nicht benötigen, um bei Stimmengleichheit zu entscheiden. Carney gratulierte den neuen liberalen Abgeordneten im Onlinedienst X und erklärte, beide würden Kanada "stärker" machen.

Carney hat massive Erhöhungen der Militärausgaben angekündigt, mit der Begründung, Kanada könne sich in Sicherheitsfragen nicht länger auf die USA verlassen. Zudem bemüht er sich um neue Handelsabkommen mit Ländern in Europa und Asien.

Die Rückkehr von US-Präsident Donald Trump an die Macht hat die Kanadier verunsichert. Trump hatte in der Vergangenheit damit gedroht, Kanada zu annektieren, und Carney als "Gouverneur" eines US-Bundesstaates verspottet.

P.Murphy--TNT

Empfohlen

Frankreichs Staatsverschuldung erreicht in diesem Jahr höchsten Stand seit 1978

Frankreichs Staatsverschuldung wird in diesem Jahr nach Angaben aus Paris ihren höchsten Stand seit fast 50 Jahren erreichen. Die Staatsschulden würden 2026 119,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und 2027 121,7 Prozent erreichen, verlautete am Samstag aus dem französischen Finanzministerium. So hoch lag der Wert nach Angaben des französischen Statistikamtes Insee seit 1978 nicht mehr.

Gewaltsame Zusammenstöße bei rechtsextremer Demonstration in den Niederlanden

Rechtsextreme Demonstranten haben sich am Samstag in den Niederlanden gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei geliefert. Laut Polizei versammelten sich rund 500 Rechtsextreme im Zentrum von Den Haag, skandierten antisemitische Parolen und bewarfen Polizisten mit Feuerwehrkörpern und anderen Wurfgeschossen. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein und ging mit Hunden und Wasserwerfern gegen die rechten Demonstranten vor. 24 Menschen wurden demnach festgenommen.

Weißes Haus verweigert Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump Hausverbot hat das Weiße Haus Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Textgröße ändern: