The National Times - Regierung: Libanon bemüht sich um Ende des Kriegs und Abzug israelischer Truppen

Regierung: Libanon bemüht sich um Ende des Kriegs und Abzug israelischer Truppen


Regierung: Libanon bemüht sich um Ende des Kriegs und Abzug israelischer Truppen
Regierung: Libanon bemüht sich um Ende des Kriegs und Abzug israelischer Truppen / Foto: © AFP

Der Libanon strebt nach den Worten von Regierungschef Nawaf Salam die Beendigung des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah sowie einen Abzug der israelischen Truppen an. "Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, diesen Krieg zu beenden, den Abzug Israels aus all unseren Gebieten sicherzustellen, die Rückkehr aller Gefangenen zu erreichen, unsere zerstörten Dörfer und Städte wieder aufzubauen und die sichere Rückkehr der Vertriebenen zu gewährleisten", sagte Salam in einer Fensehansprache am Sonntag.

Textgröße ändern:

Der Libanon bemühe sich weiterhin, "Verhandlungen zu führen, um den Krieg zu beenden", betonte er. Salam äußerte sich vor für Dienstag geplanten direkten Gesprächen Israels und des Libanon im US-Außenministerium in Washington. Die libanesische Präsidentschaft teilte am Freitag mit, dabei würde über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verhandelt werden. Die israelische Regierung strebt nach eigenen Angaben Gespräche über eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern an.

Bislang unterhalten beide Nachbarländer keine formalen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Offiziell erkennt der Libanon Israel nicht an.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Samstag in einer Fernsehansprache, der Libanon habe "im vergangenen Monat mehrmals den Beginn direkter Friedensgespräche" vorgeschlagen. "Ich habe meine Zustimmung gegeben, aber unter zwei Bedingungen: Wir wollen die Entwaffnung der Hisbollah. Und wir wollen ein echtes Friedensabkommen, das über Generationen Bestand hat."

Die Hisbollah-Miliz lehnt die Gespräche ab und bezeichnete sie am Samstag als "gesetzeswidrig". Die angekündigten Gespräche seien "ein offensichtlicher Verstoß" gegen "die Verfassung und libanesische Gesetze" und "verschärfen die inneren Spaltungen im Libanon", erklärte der Hisbollah-Vertreter Hassan Fadlallah.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Frankreichs Staatsverschuldung erreicht in diesem Jahr höchsten Stand seit 1978

Frankreichs Staatsverschuldung wird in diesem Jahr nach Angaben aus Paris ihren höchsten Stand seit fast 50 Jahren erreichen. Die Staatsschulden würden 2026 119,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und 2027 121,7 Prozent erreichen, verlautete am Samstag aus dem französischen Finanzministerium. So hoch lag der Wert nach Angaben des französischen Statistikamtes Insee seit 1978 nicht mehr.

Gewaltsame Zusammenstöße bei rechtsextremer Demonstration in den Niederlanden

Rechtsextreme Demonstranten haben sich am Samstag in den Niederlanden gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei geliefert. Laut Polizei versammelten sich rund 500 Rechtsextreme im Zentrum von Den Haag, skandierten antisemitische Parolen und bewarfen Polizisten mit Feuerwehrkörpern und anderen Wurfgeschossen. Die Polizei setzte Schlagstöcke ein und ging mit Hunden und Wasserwerfern gegen die rechten Demonstranten vor. 24 Menschen wurden demnach festgenommen.

Weißes Haus verweigert Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump Hausverbot hat das Weiße Haus Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Textgröße ändern: