The National Times - Selenskyj fordert Wiederherstellung der Ölsanktionen gegen Russland

Selenskyj fordert Wiederherstellung der Ölsanktionen gegen Russland


Selenskyj fordert Wiederherstellung der Ölsanktionen gegen Russland
Selenskyj fordert Wiederherstellung der Ölsanktionen gegen Russland / Foto: © AFP

Angesichts der zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Waffenruhe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine vollständige Wiedereinsetzung der gegen Russland verhängten Ölsanktionen gefordert. "Jetzt beginnt ein Waffenstillstand im Nahen Osten und am Golf. Und ich erwarte, dass die Sanktionen gegen russisches Öl wieder vollständig eingeführt werden, so wie sie zuvor waren", erklärte Selenskyj am Freitag.

Textgröße ändern:

Die USA hatten im März einige Ölsanktionen gegen Russland gelockert, um die durch den Iran-Krieg in die Höhe geschnellten Ölpreise zu dämpfen. Die Lockerung führte unter anderem dazu, dass Import-Länder bis zum 11. April bereits auf See befindliches russisches Öl kaufen können. Im Zuge der Waffenruhe-Vereinbarung hat der Iran zugesagt, die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Der Anstieg der Ölpreise seit Beginn des Iran-Krieges hat dazu beigetragen, Russlands Kassen wieder aufzufüllen, die durch mehr als vier Jahre Krieg gegen die Ukraine und internationale Sanktionen geschmälert wurden.

Selenskyj erklärte am Freitag, Verbündete hätten sein Land gebeten, angesichts der Preisanstiege Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur einzustellen. "Ich werde nicht sagen, wer uns darum gebeten hat. Aber Partner haben uns darum gebeten - das ist eine Tatsache. Man hat uns auf verschiedenen Ebenen gebeten, von der politischen bis zur militärischen Führung", sagte der ukrainische Präsident.

Sowohl die Ukraine als auch Russland nehmen seit dem russischen Einmarsch im Februar 2022 gegenseitig Energieanlagen ins Visier. An den orthodoxen Osterfeiertagen soll eine 32-stündige Feuerpause eingehalten werden.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Rheinland-pfälzischer Ministerpräsident mit Beschlüssen zu Kommunalentlastung zufrieden

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat sich positiv zu den Bund-Länder-Beschlüssen zur Entlastung der Kommunen geäußert. "Wir sind mit allem zufrieden", sagte Schnieder am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Es habe sich gezeigt, "wenn Länder mit dem Bund zusammen agieren, dass da was Gutes bei rumkommen kann", kommentierte er die Entscheidungen vom Donnerstag.

Russland meldet massive ukrainische Angriffe auf Moskau: 28 Drohnen abgeschossen

Die Ukraine hat nach russischen Angaben in der Nacht zum Freitag massive Drohnenangriffe auf Moskau gestartet. Innerhalb von etwa einer Stunde seien mindestens 28 auf Moskau zusteuernde Drohnen zerstört worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin.

Anschläge auf jüdische Repräsentanten geplant: Prozess gegen Agenten in Hamburg

In Hamburg beginnt am Freitag (09.30 Uhr) ein Prozess gegen zwei mutmaßliche iranische Agenten wegen der Vorbereitung von Anschlägen unter anderem auf den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Es handelt sich um einen dänischen und einen afghanischen Staatsbürger, die sich vor dem Oberlandesgericht der Hansestadt verantworten müssen. Die Bundesanwaltschaft klagte sie wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit und versuchter Beteiligung an einem Tötungsdelikt an.

Serie antisemitischer Anschläge in Europa: Sieben Festnahmen in Belgien

Mehr als drei Monate nach einem Bombenanschlag auf eine Synagoge in Lüttich haben die belgischen Ermittler sieben Verdächtige festgenommen. Die Festnahmen seien bei mehreren Polizeirazzien erfolgt, teilte am Donnerstagabend die Staatsanwaltschaft mit. Die Regierung hatte den Anschlag Anfang März als "verabscheuungswürdige antisemitische Tat" eingestuft. Er reihte sich ein in eine ganze Reihe von Anschlägen auf jüdische Einrichtungen in Europa nach Beginn des Iran-Krieges.

Textgröße ändern: