The National Times - Friedensbewegung: Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren bei Ostermärschen

Friedensbewegung: Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren bei Ostermärschen


Friedensbewegung: Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren bei Ostermärschen
Friedensbewegung: Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren bei Ostermärschen / Foto: © AFP

Mehrere zehntausend Menschen haben nach Angaben der Veranstalter über das Osterwochenende an den traditionellen Ostermärschen teilgenommen. "An deutlich über 100 Orten im gesamten Bundesgebiet" hätten Menschen für "Frieden, Abrüstung und zivile Konfliktlösungen demonstriert", erklärte das Netzwerk Friedenskooperative am Montag. Die Teilnehmerzahl sei "auf dem Niveau des Vorjahres mit einer leichten Tendenz der Steigerung". Die Infostelle Ostermarsch sprach am Montag von bundesweit über 120 Aktionen.

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Erste Aktionen hatten am Donnerstag und Freitag stattgefunden. Karsamstag ist traditionell der Haupttag der Ostermärsche. Nach Polizeiangaben blieben große Menschenmassen dabei aber die Ausnahme. In Stuttgart kamen demnach am Samstag rund 3000 Menschen zum Ostermarsch zusammen, in Berlin etwa 1600, in Duisburg waren es 300. Am Ostersonntag fanden vereinzelte Veranstaltungen statt, am Montag noch einmal rund 30 Demonstrationen, unter anderem in Dresden und Hamburg.

Durch "neue Friedensinitiativen vor allem in kleineren Städten konnte die Beteiligung bei den Ostermarsch-Aktionen mit Mahnwachen, Friedensgottesdiensten und Kundgebungen erhöht werden", erklärte die Infostelle Ostermarsch. Zugleich erklärte sie, dass "angesichts der kritischen weltweiten Lage eine höhere Beteiligung wünschenswert wäre".

Im Fokus der diesjährigen Ostermärsche standen die anhaltenden Kriege in Nahost und der Ukraine. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung diplomatische Initiativen zur Beendigung der "israelischen und US-amerikanischen Aggressionen". Sie protestiert zudem gegen die Öl-Blockade von Kuba und die Stationierung von US-Waffen in Deutschland.

Auch wenden sich die Ostermärsche gegen eine Wehrpflicht, erklärte das Netzwerk Friedenskooperative. "Die Ostermärsche solidarisieren sich mit den jungen Menschen, die nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen werden möchten und nicht gewillt sind, ihre persönlichen Freiheiten der Kriegstüchtigkeit zu opfern", erklärte Kristian Golla von dem Netzwerk.

Die Ostermärsche in Deutschland finden seit den 1960er Jahren statt. Den größten Zulauf verzeichneten sie in den 80er Jahren im Kalten Krieg, als hunderttausende Menschen daran teilnahmen. In den vergangenen Jahren fiel die Mobilisierung deutlich geringer aus.

T.Hancock--TNT

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