The National Times - US-Medien: Trump prüft Entlassung von Justizministerin Bondi

US-Medien: Trump prüft Entlassung von Justizministerin Bondi


US-Medien: Trump prüft Entlassung von Justizministerin Bondi
US-Medien: Trump prüft Entlassung von Justizministerin Bondi / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump prüft Medienberichten zufolge die Entlassung von Justizministerin Pam Bondi. Trump sei frustriert darüber, wie die 60-Jährige ihr Ministerium leite und wie sie mit den Akten zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein umgegangen sei, schrieb die "New York Times" am Donnerstag. Der Sender CNN berichtete, Trump habe mit Bondi bereits über ihre mögliche Ablösung gesprochen.

Textgröße ändern:

Der US-Präsident sei unzufrieden, weil Bondi nicht entschieden genug gegen seine politischen Gegner vorgehe, hieß es in den Berichten unter Berufung auf nicht namentlich genannte Regierungsvertreter. Trump hatte die Justizministerin unter anderem zu Verfahren gegen die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und den früheren FBI-Chef James Comey aufgerufen, die beide in der Vergangenheit gegen Trump ermittelt hatten. Gerichte blockierten die Anklagen jedoch.

Auf Trumps Unmut stoße zudem Bondis Umgang mit den Epstein-Akten, hieß es weiter. Das Justizministerium hatte auf Druck des Kongresses rund drei Millionen Dokumente zu dem verurteilten Sexualstraftäter veröffentlicht, der Trump vor seinem Tod 2019 nahestand. Bei einer Anhörung dazu in einem Kongressausschuss wirkte Bondi im Februar allerdings wenig souverän. Am 14. April soll sie erneut aussagen.

Das Weiße Haus und das Justizministerium kommentierten die Berichte zu Bondis möglichem Rauswurf vorerst nicht. Die "New York Times" und CNN zitierten Trump mit den Worten, Bondi sei "ein wunderbarer Mensch, und sie macht einen guten Job". Demnach sieht Trump den bisherigen Leiter der Umweltbehörde EPA, Lee Zeldin, als einen möglichen Nachfolger. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Bondi ist eine Juristin aus Trumps Wahlheimat-Bundesstaat Florida und trat bisher als treue Gefolgsfrau des Rechtspopulisten auf. So unterstützte sie nach Trumps Wahlniederlage 2020 etwa dessen Falschbehauptungen über angeblichen Wahlbetrug.

Die Opposition wirft Trump vor, das Justizministerium zum Werkzeug von Rachefeldzügen gegen seine persönlichen Gegner zu machen und damit gegen die Gewaltenteilung zu verstoßen.

Die als Trump-nah geltende Influencerin Laura Loomer schrieb zudem im Onlinedienst X, neben Bondi stehe auch Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard vor der Entlassung. Loomer begründete dies mit Gabbards Unterstützung für den Mitte März zurückgetretenen Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums (NCTC), Joe Kent. Dieser hatte den Iran-Krieg und Trumps Kurs scharf kritisiert.

V.Allen--TNT

Empfohlen

Letzter Tag der Parlamentswahl in Russland: Zwei Tote bei Drohnenangriffen in Moskau

Am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl in Russland sind bei Angriffen mit hunderten Drohnen nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und eine große Raffinerie bei Moskau getroffen worden. Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte am Sonntag mit, eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann seien bei Angriffen an zwei verschiedenen Orten getötet worden. Eine Drohne habe zudem ein Feuer in einem 21-stöckigen Gebäude ausgelöst, 400 Menschen seien evakuiert worden.

Wahllokale geöffnet: Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat begonnen

In Berlin hat die Abgeordnetenhauswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten am Sonntag um 08.00 Uhr. Rund zweieinhalb Millionen Menschen sind in der Bundeshauptstadt bis 18.00 Uhr dazu aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Die Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen der regierenden CDU und der oppositionellen Linken voraus.

Wahllokale geöffnet: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen

In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl begonnen. Um 08.00 Uhr öffneten am Sonntag die Wahllokale. Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte sind bis 18.00 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Für die Sozialdemokraten kämpft Ministerpräsidentin Manuela Schwesig darum, weiterregieren zu können. In einer der jüngsten Umfragen, in denen die SPD 33 bis 37 Prozent erreichte, setzte sich die Partei zuletzt vor die AfD, die ansonsten vorn lag.

CDU-Präsidium um Bundeskanzler Merz kommt an Wahlabend in Berlin zusammen

Am Abend der wegweisenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kommt am Sonntag (17.00 Uhr) in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammen. Merz steht seit dem Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, wo die CDU abgeschlagen hinter der AfD landete, massiv unter Druck. Vereinzelt wurde zuletzt über seine Ablösung diskutiert.

Textgröße ändern: