The National Times - Nach Tod von UN-Soldaten im Libanon: Indonesien fordert Einhaltung des Völkerrechts

Nach Tod von UN-Soldaten im Libanon: Indonesien fordert Einhaltung des Völkerrechts


Nach Tod von UN-Soldaten im Libanon: Indonesien fordert Einhaltung des Völkerrechts
Nach Tod von UN-Soldaten im Libanon: Indonesien fordert Einhaltung des Völkerrechts / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Tod von drei indonesischen Blauhelmsoldaten im Südlibanon hat die Regierung in Jakata die Einhaltung des humanitären Völkerrechts angemahnt. Die Sicherheit der Friedenstruppen müsse "oberste Priorität" haben, erklärte am Dienstag der Sprecher des indonesischen Verteidigungsministeriums, Rico Ricardo Sirait. "Alle Konfliktparteien werden dringend aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Sicherheit des Personals zur Friedenssicherung zu gewährleisten."

Textgröße ändern:

Am Sonntag war ein indonesischer Soldat der UN-Mission Unifil im Süden des Libanon bei der Explosion eines Geschosses getötet worden. Am Dienstag wurden dann bei einer erneuten Explosion im Südlibanon zwei weitere UN-Soldaten aus Indonesien getötet. Nach Angaben von Unifil wurden bei dem Vorfall am Montag zudem zwei weitere ihrer Soldaten verletzt, einer von ihnen schwer. Unifil leitete Ermittlungen zu den Explosionen ein.

Der UN-Sicherheitsrat will wegen der Vorfälle am Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Beantragt hatte die Sitzung Frankreich, Indonesien schloss sich dem Antrag an.

Der indonesische Außenminister Sugiono, der - wie es in Indonesien häufig der Fall ist - nur einen Namen führt, verurteilte die Vorfälle als "abscheulich". Sugiono sprach nach eigenen Angaben mit UN-Generalsekretär António Guterres über den Tod der drei indonesischen Blauhelmsoldaten. Dabei habe er um eine "rasche, gründliche und transparente Untersuchung" gebeten.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze. Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will die Armee im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.

Die Unifil ist seit Jahrzehnten im Süden des Libanon im Einsatz. An der Mission sind auch rund 200 Bundeswehrsoldaten beteiligt, die die libanesische Seegrenze überwachen und libanesische Marinesoldaten ausbilden.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

Drohnenangriffe auf Moskau an letztem Tag der Parlamentswahl in Russland

Überschattet von Drohnenangriffen auf Moskau haben die Menschen in Russland am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine am Sonntag eine versuchte Störung des Urnengangs vor. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Sie hat seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen.

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Erste Spitzenkandidaten haben Stimme abgegeben

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntag im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers wollte gegen Mittag in Friedrichshain seine Stimme abgeben, die Linken-Kandidatin Elif Eralp nicht öffentlich wählen.

Trump verwehrt Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt zum Weißen Haus

Das Weiße Haus hat nach einem Verbot von US-Präsident Donald Trump am Wochenende Ernst gemacht und Journalisten des Nachrichtensenders CNN und zweier weiterer Medien den Zutritt verwehrt. Mitarbeiterinnen von CNN, des Senders MS NOW und des Nachrichtenportals Politico wurden am Samstag an den Zugängen zum Weißen Haus abgewiesen, ihre Zutrittsausweise wurden ihnen abgenommen. Der Verband der White-House-Korrespondenten verurteilte den Schritt als verfassungswidrig.

Textgröße ändern: