The National Times - Linke fordert Vermögenssteuer für Finanzierung von Entwicklungszusammenarbeit

Linke fordert Vermögenssteuer für Finanzierung von Entwicklungszusammenarbeit


Linke fordert Vermögenssteuer für Finanzierung von Entwicklungszusammenarbeit
Linke fordert Vermögenssteuer für Finanzierung von Entwicklungszusammenarbeit / Foto: © AFP/Archiv

Die Linke fordert eine bessere Finanzierung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit - auch durch eine höhere Besteuerung Vermögender. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion in der nächsten Sitzungswoche im April in den Bundestag einbringen, er lag der Nachrichtenagentur AFP bereits am Samstag vor. Die Bundesregierung wird darin zu Gesetzesinitiativen für die Einführung einer Vermögensteuer und einer einmaligen Vermögensabgabe für die reichsten 0,7 Prozent im Land aufgefordert.

Textgröße ändern:

Die Linksfraktion drängt zudem auf eine Reform der Erbschaftsteuer, etwa durch die Streichung von Steuerprivilegien für besonders hohe Erbschaften. Die geforderten Maßnahmen sollen für eine bessere Finanzierung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sorgen. "Die Einnahmen sollen für die Bewältigung der Folgen von Kriegen, Krisen und Pandemien verwendet werden", heißt es dazu im Antrag.

Neben einer besseren Finanzierung fordert die Linke die Bundesregierung auf, eine neue Strategie für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auszuarbeiten. Diese müsse sich "als oberstes Ziel den Abbau der globalen Ungleichheit" setzen.

Notwendig sei dabei auch ein "Gerechtigkeitscheck" für Gesetzesvorhaben sowie Handels- und Wirtschaftsabkommen des Bundes. Diese müssten auf ihre Auswirkungen auf Umverteilung in und zwischen den betroffenen Ländern untersucht werden, fordert die Fraktion - "um globaler Ungleichheit entgegenzuwirken".

Die Linke mache in ihrem Antrag klar: "Ein Gutes Leben für Alle ist möglich", sagte die Entwicklungspolitikerin der Fraktion, Charlotte Neuhäuser, AFP. "Macht und Reichtum sind ungerecht verteilt, aber es kann gegengesteuert werden."

Union und SPD seien für "historische Rekordkürzungen bei der deutschen Entwicklungszusammenarbeit" verantwortlich, kritisierte Neuhäuser. Zugleich "traut sich die Bundesregierung weiter nicht an die Superreichen ran".

C.Bell--TNT

Empfohlen

Abgeordnetenhauswahl Berlin: Spitzenkandidaten geben Stimmen ab

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin haben die ersten Spitzenkandidaten ihre Stimme abgegeben. Werner Graf von den Grünen und Steffen Krach von der SPD wählten am Sonntagmorgen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers besuchte am Mittag sein Wahllokal in Friedrichshain. Die Linken-Kandidatin Elif Eralp wollte nicht öffentlich wählen.

Trump will "KI Force" ins Leben rufen und greift KI-Kritiker erneut scharf an

In der Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) hat US-Präsident Donald Trump die Schaffung einer neuen Regierungsinstanz für KI angekündigt, zugleich aber Forderungen nach einem Abbremsen der rasanten Entwicklung der Technologie erneut eine Abfuhr erteilt. Er werde eine "KI Force" einrichten und "sehr bald" die Nominierung eines "KI-Zaren" verkünden, erklärte Trump am Samstag in seinem Online-Dienst Truth Social. Seine Regierung werde aber "das Wachstum dieser unglaublichen Industrie nicht in irgendeiner Weise behindern oder drosseln".

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Ministerpräsidentin Schwesig hat gewählt

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, ihre Stimme abgegeben. Sie wählte am Sonntag in Schwerin in Begleitung ihres Ehemanns Stefan. Am Vormittag war bereits Schwesigs Herausforderer von der AfD, Leif-Erik Holm, in der Landeshauptstadt an die Urne gegangen. Zwischen SPD und AfD sehen die Umfragen ein enges Rennen um den Wahlsieg voraus.

Drohnenangriffe auf Moskau an letztem Tag der Parlamentswahl in Russland

Überschattet von Drohnenangriffen auf Moskau haben die Menschen in Russland am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin warf der Ukraine am Sonntag eine versuchte Störung des Urnengangs vor. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Sie hat seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen.

Textgröße ändern: