The National Times - Studie: Psychische Belastung bei jungen Menschen auf Höchststand

Studie: Psychische Belastung bei jungen Menschen auf Höchststand


Studie: Psychische Belastung bei jungen Menschen auf Höchststand
Studie: Psychische Belastung bei jungen Menschen auf Höchststand / Foto: © AFP/Archiv

Die psychische Belastung ist bei jungen Menschen einer Befragung zufolge auf einen Höchststand gestiegen. 29 Prozent der Befragten zwischen 14 und 29 Jahren geben an, psychologische Hilfe zu benötigen, wie aus der Studie "Jugend in Deutschland 2026" hervorgeht, die am Dienstag vorgestellt wurde. Die Studie wird seit 2020 regelmäßig wiederholt und von dem selbstständigen Jugendforscher Simon Schnetzer herausgegeben.

Textgröße ändern:

60 Prozent nutzen ihr Smartphone suchtähnlich, viele nutzen bei persönlichen Problemen KI-gestützte Beratungsangebote. Der seit Jahren anhaltende Krisenmodus überfordere immer mehr junge Menschen. "Die Ergebnisse der Trendstudie zeigen auf dramatische Weise, wie sehr die Belastungen der letzten Jahre den jungen Menschen zusetzen – in Form von Stress, Erschöpfung und wachsender Perspektivlosigkeit", erklärte Schnetzer.

Zwar bleibe die Leistungsbereitschaft junger Menschen trotz der Krisen hoch, gleichzeitig gebe es aber Zweifel, ob sich Leistung in Deutschland noch lohne. Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten bewerteten junge Menschen ihre beruflichen Chancen schlechter als in vorherigen Umfragen. Dadurch gewinne eine Berufsausbildung gegenüber einem Studium an Attraktivität.

Mit 23 Prozent ist auch der Anteil derer, die Schulden haben, auf einem neuen Höchststand. Junge Menschen wünschen sich laut der Befragung finanzielle Bildung und stabile Zukunftsperspektiven. Die Lebenssituation wird demnach durch teure Mieten und knappen Wohnraum verschärft.

Jeder fünfte junge Mensch plane konkret, Deutschland zu verlassen, um im Ausland bessere Lebensbedingungen zu finden. 41 Prozent könnten sich grundsätzlich vorstellen, aus der Bundesrepublik auszuwandern.

Gleichzeitig wächst die Polarisierung unter jungen Menschen. Die beliebteste Partei ist bei den Befragten die Linke. Sie ist besonders bei jungen Frauen beliebt. Junge Männer tendieren hingegen häufiger zur AfD. "Der Protest der Jugend ist nicht laut, aber unter der Oberfläche braut sich etwas zusammen, was langfristig Wirtschaft, Regionen und soziale Sicherungssysteme gefährden kann", erklärte Studienmitautorin Nina Kolleck.

Bei gesellschaftlichen Zukunftsfragen fühlen sich junge Menschen nach Ansicht des Jugendforschers Klaus Horrelmann von der Hertie School Berlin zu wenig beteiligt. Er plädierte für neue Formen der gesellschaftlichen und politischen Beteiligung. Für die Erhebung wurden 2012 junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren befragt.

Lewis--TNT

Empfohlen

Libanon und Israel verlängern Waffenruhe fragile Waffenruhe: Dennoch weitere Angriffe

Israel und der Libanon haben sich auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt - allerdings wurden die heftigen Gefechte zwischen der israelischen Armee und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz dennoch fortgesetzt. Das US-Außenministerium erklärte am Freitag nach zweitägigen Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel, die Verlängerung der Waffenruhe solle Zeit für weitere "Fortschritte" bei der Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung geben. Kurz nach Bekanntgabe der Feuerpause wurden mindestens sechs Menschen im Süden des Libanons bei einem israelischen Angriff getötet, während die Hisbollah Drohnenangriffe auf den Norden Israels flog.

Stromversorgung auf Kuba nach tagelangem Ausfall wiederhergestellt

Nach einem erneuten Stromausfall in weiten Teilen Kubas ist die Energieversorgung weitgehend wieder intakt. Wie der staatliche Energieversorger UNE am Freitag mitteilte, wurde in allen Teilen des Landes die Stromversorgung wieder aufgenommen, nachdem diese in sieben von 15 Provinzen zusammengebrochen war. Eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP ergab, dass allein am Dienstag rund 65 Prozent des Karibikstaates von Stromausfällen betroffen waren.

Libanon und Israel verlängern Waffenruhe um 45 Tage - Trotzdem heftige Gefechte

Israel und der Libanon haben sich auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt - allerdings gehen die heftigen Gefechte zwischen der israelischen Armee und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz weiter. Das US-Außenministerium erklärte am Freitag nach zweitägigen Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel, die Verlängerung der Waffenruhe solle Zeit für weitere "Fortschritte" bei der Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung geben.

Funkstille beendet: Merz telefoniert mit Trump

Nach der Verstimmung in Washington über Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) zum Iran-Krieg ist die Funkstille zwischen beiden Seiten beendet. Merz telefonierte am Freitag mit US-Präsident Donald Trump während dessen Rückreise aus China und sprach im Online-Dienst X von einem "guten Telefonat". Scharfe Kritik am Kanzler kam indes von dem Trump-Berater und früheren US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell.

Textgröße ändern: