The National Times - Unternehmer ausgespäht: Zwei mutmaßliche Russland-Spione festgenommen

Unternehmer ausgespäht: Zwei mutmaßliche Russland-Spione festgenommen


Unternehmer ausgespäht: Zwei mutmaßliche Russland-Spione festgenommen
Unternehmer ausgespäht: Zwei mutmaßliche Russland-Spione festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

In einem neuen mutmaßlichen Spionagefall hat die Bundesanwaltschaft einen Mann und eine Frau festnehmen lassen. Sie sollen im Auftrag eines russischen Geheimdiensts in Deutschland einen Unternehmer ausgespäht haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Die Frau, eine Rumänin, wurde in Nordrhein-Westfalen festgenommen, der Mann in Spanien.

Textgröße ändern:

Bei ihm soll es sich um den der ukrainischen Staatsbürger Sergey N. handeln. Er soll den Angaben zufolge seit Dezember 2025 spioniert haben. Dazu habe er Informationen im Internet gesammelt und Videos vom Arbeitsplatz des Unternehmers gemacht. N. sei dann nach Spanien gezogen, spätestens ab März habe die Rumänin Alla S. den Auftrag übernommen.

Sie sei zur Meldeanschrift des Unternehmers gefahren und habe diese mit ihrem Handy gefilmt, führte die Bundesanwaltschaft aus. Die Ausspähaktionen sollten demnach mutmaßlich dazu dienen, weitere Aktionen des Geheimdiensts gegen ihn vorzubereiten.

S. wurde am Dienstag in Rheine von Spezialkräften der nordrhein-westfälischen Polizei und Beamten des bayerischen Landeskriminalamts festgenommen. N. wurde auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls von spanischen Kräften in Elda in der Nähe von Alicante festgenommen.

Er soll nach seiner Überstellung aus Spanien dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Im Fall von S. soll das schon am Mittwoch passieren. Am Dienstag wurden bereits die Wohnräume von beiden Beschuldigten durchsucht. Verdächtigt werden sie der geheimdienstlichen Agententätigkeit.

Die Bundesanwaltschaft arbeitete in dem Verfahren mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz zusammen, wie sie weiter mitteilte. Die polizeilichen Ermittlungen führe das bayerische Landeskriminalamt.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Russische Behörden melden massive Drohnenangriffe am letzten Tag der Parlamentswahl

Inmitten des Ukraine-Kriegs haben die Menschen in Russland am Sonntag am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl ihre Stimmen abgegeben. Die russischen Behörden meldeten massive ukrainische Drohnenangriffe auf die Region Moskau, bei denen zwei Menschen getötet wurden. Bei der Wahl gilt ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin als sicher. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen. In Berlin protestierten Anhänger der Opposition gegen den Kreml und die Offensive in der Ukraine.

"Nein zum Krieg": Exilrussen protestieren am Wahltag vor Botschaft in Berlin

Vor der russischen Botschaft in Berlin haben am letzten Tag der russischen Parlamentswahl Anhänger der Opposition ihren Protest gegen den Kreml und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Mehrere Dutzend Menschen versammelten sich am Sonntagmittag vor dem von der Polizei abgesperrten Gebäude unweit des Brandenburger Tors. Sie riefen Parolen wie "Nein zum Krieg", "Russland wird frei sein" oder "Russland ohne Putin".

Trump: In Washington geplanter Triumphbogen soll auch als Armeestützpunkt dienen

Der von US-Präsident Donald Trump in Washington geplante riesige Triumphbogen soll nach dessen Worten auch als Stützpunkt für militärische Drohnen und Scharfschützen der Armee dienen. Er habe zugestimmt, "den prächtigen Triumphbogen in einen erstklassigen Militärkomplex/Triumphbogen" umzuwandeln, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Bauwerk solle "eine große Anzahl von Drohnen sowie Scharfschützen sowohl auf dem Dach als auch auf dem Vorplatz" beherbergen, die schnell eingesetzt werden könnten.

Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Sonntagnachmittag mitteilte - 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen. Die Umfragen sehen im Nordosten ein knappes Rennen zwischen SPD und AfD um den Wahlsieg voraus.

Textgröße ändern: