The National Times - Haushaltsstreit: Trump kündigt Einsatz von ICE-Mitarbeitern an Flughäfen an

Haushaltsstreit: Trump kündigt Einsatz von ICE-Mitarbeitern an Flughäfen an


Haushaltsstreit: Trump kündigt Einsatz von ICE-Mitarbeitern an Flughäfen an
Haushaltsstreit: Trump kündigt Einsatz von ICE-Mitarbeitern an Flughäfen an / Foto: © AFP

Im anhaltenden Haushaltsstreit mit den Demokraten hat US-Präsident Donald Trump einen baldigen Einsatz von Mitarbeitern der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE an US-Flughäfen angekündigt. Sollten die oppositionellen Demokraten nicht umgehend ein Abkommen zur Finanzierung des Heimatschutzministeriums unterzeichnen, werde er die "brillanten und patriotischen ICE-Mitarbeiter an die Flughäfen versetzen", schrieb Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dort würden sie "für Sicherheit sorgen, wie man es noch nie zuvor gesehen hat".

Textgröße ändern:

Wegen einer Teil-Haushaltssperre erhalten derzeit tausende Mitarbeiter der Verkehrssicherheitsbehörde TSA, die für die Sicherheitskontrollen an Flughäfen zuständig ist, kein Gehalt. Dies führte zu erhöhten Fehlzeiten und Verzögerungen bei den Kontrollen.

Trump zufolge könnten die ICE-Mitarbeiter bereits am Montag an den Flughäfen eingesetzt werden. "Ich freue mich darauf, ICE am Montag einzusetzen, und habe ihnen bereits gesagt, sich bereit zu machen", erklärte der Präsident.

Zuvor hatte Trump außerdem angekündigt, dass die ICE-Einsatzkräfte im Falle ihrer Entsendung an die Flughäfen dort umgehend Einwanderer ohne gültige Papiere festnehmen würden.

Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan bestätigte im Sender CNN, dass ICE-Mitarbeiter am Montag an Flughäfen eingesetzt würden. Sie sollen demnach jedoch keine Aufgaben übernehmen, für die sie nicht ausgebildet seien. Er könne sich nicht vorstellen, dass ein ICE-Mitarbeiter ein Röntgengerät bediene, denn dafür sei er nicht ausgebildet, sagte Homan. Stattdessen würden ICE-Einsatzkräfte dort helfen, wo sie für "zusätzliche Sicherheit" sorgen könnten, etwa bei der Überwachung von Ausgängen.

Unter Trump haben die Einwanderungsbehörden eine beispiellose Kampagne zur Abschiebung von Millionen Migranten ohne gültige Aufenthaltstitel gestartet. Das rabiate Vorgehen von ICE und Grenzschutz sorgte für massive Proteste - insbesondere, seit Einsatzkräfte im Januar in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti erschossen hatten.

Die Teil-Haushaltssperre war Mitte Februar aufgrund eines Streits um strengere Vorgaben für ICE in Kraft getreten. Nach Angaben des Heimatschutzministeriums haben seitdem mehr als 300 TSA-Mitarbeiter gekündigt. Zudem stieg die Zahl der Krankmeldungen. Flughäfen in mehreren US-Städten rieten Fluggästen, wegen der langen Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen mehrere Stunden früher als gewöhnlich anzureisen.

Nach Gewerkschaftsangaben nahmen einige TSA-Mitarbeiter Nebenjobs an oder sind auf Spenden angewiesen. "Zahlreiche Mitarbeiter haben mir berichtet, dass ihre Bankkonten leer oder im Minus sind", sagte Johnny Jones von der Gewerkschaft AFGE der Zeitung "USA Today". "Sie wollen einfach nur wissen, warum zum Teufel sie kein Gehalt bekommen, wenn wir gleichzeitig Geld haben, um Raketen auf andere Länder abzufeuern."

Die Trump-Regierung und die Demokraten weisen sich gegenseitig die Schuld an der Teilblockade des Haushalts zu. Die Demokraten wollen einer Budgetverlängerung für das Heimatschutzministerium, dem die TSA untersteht, nur dann zustimmen, wenn die Regierung strengere Auflagen für die ICE-Einsatzkräfte akzeptiert.

Die Demokraten fordern unter anderem, dass ICE-Mitarbeiter bei Einsätzen keine Gesichtsmasken mehr tragen dürfen. Die Einwanderungspolizisten sollen außerdem nicht ohne Justizbeschluss Privatgrundstücke betreten dürfen.

Der Tech-Multimilliardär Elon Musk bot derweil an, die Gehälter des TSA-Personals während der Teil-Haushaltssperre zu übernehmen. Der Haushaltsstreit habe negative Auswirkungen auf "so viele Amerikaner an Flughäfen im ganzen Land", schrieb Musk in seinem Onlinedienst X.

P.Barry--TNT

Empfohlen

Ranghoher IS-Kommandeur bei gemeinsamem Militäreinsatz der USA und Nigerias getötet

Bei einem gemeinsamen Militäreinsatz der USA und Nigerias ist ein ranghoher Kommandeur der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Bei dem in dem westafrikanischen Land in der Nacht zu Samstag getöteten IS-Kommandeur handele es sich um Abu-Bilal al-Minuki, den "weltweit zweithöchsten" Befehlshaber des IS, erklärte US-Präsident Donald Trump. Nigerias Präsident Bola Tinubu bestätigte den Tod al-Minukis und das gemeinsame Vorgehen mit den USA.

CSU-Landesgruppenchef: Minderheitsregierung wäre Signal der Schwäche an die Welt

Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, hat Diskussionen über eine mögliche Minderheitsregierung mit Duldung durch die AfD scharf verurteilt. "Es wäre überhaupt nicht möglich, die größte Volkswirtschaft in Europa mit einer Minderheitsregierung zu regieren", sagte Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstagsausgaben). "Wir wären von jetzt auf gleich der große Unsicherheitsfaktor Europas - mit allen möglichen Folgen, auch auf den Finanzmärkten. Das wäre ein dramatisches Signal an die Welt."

Nach Trumps China-Reise: Putin reist zu zweitägigem Besuch nach Peking

Wenige Tage nach dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump reist der russische Staatschef Wladimir Putin nach Peking. Putin werde am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch in China eintreffen, erklärte der Kreml am Samstag. Bei den Gesprächen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping soll es demnach darum gehen, die "umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit" zwischen Moskau und Peking "weiter zu stärken".

Libanon und Israel verlängern fragile Waffenruhe: Dennoch weitere Angriffe

Israel und der Libanon haben sich auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt - allerdings wurden die heftigen Gefechte zwischen der israelischen Armee und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz dennoch fortgesetzt. Das US-Außenministerium erklärte am Freitag nach zweitägigen Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel, die Verlängerung der Waffenruhe solle Zeit für weitere "Fortschritte" bei der Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung geben. Kurz nach Bekanntgabe der Feuerpause wurden mindestens sechs Menschen im Süden des Libanons bei einem israelischen Angriff getötet, während die Hisbollah Drohnenangriffe auf den Norden Israels flog.

Textgröße ändern: