The National Times - Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen

Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen


Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen
Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Einweisung mehrerer Menschen in die geschlossene Psychiatrie ohne vorherige Anhörung ist eine ehemalige Betreuungsrichterin in Niedersachsen vom Vorwurf der Rechtsbeugung freigesprochen worden. Das Landgericht Stade stellte zwar Verfahrensmängel in der Vorgehensweise der 57-Jährigen fest, aber keinen Vorsatz zur Rechtsbeugung, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Das Urteil fiel am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Die Frau war vor drei Jahren vom Landgericht Stade zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Die damals zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte im Rahmen ihrer Tätigkeit als Betreuungsrichterin am Amtsgericht Rotenburg in 15 Fällen vorübergehende oder dauerhafte geschlossene Unterbringungen angeordnet hatte, ohne die Betroffenen persönlich anzuhören.

Auf die Revision der Angeklagten hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf und verwies es an eine andere Kammer des Landgerichts Stade zurück. Diese bewertete das Vorgehen nun anders. Auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten in dem neuen Verfahren einen Freispruch für die 57-Jährige beantragt.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Schwesig kann trotz AfD-Sieg weiterregieren - CDU scheitert an Fünfprozenthürde

Trotz ihrer Niederlage gegen die AfD kann Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig voraussichtlich mit ihrer SPD die nächste Landesregierung bilden. Da bei der Landtagswahl im Nordosten erstmals in ihrer Geschichte die CDU voraussichtlich aus einem Landesparlament fliegt, verfügt Schwesig zusammen mit Linkspartei und Grünen über eine Mehrheit. Die AfD reklamierte als Wahlsieger den Regierungsauftrag für sich - allerdings fehlen ihr die Koalitionspartner.

Merz hält an Reformkurs fest - trotz Wahlfiasko für die CDU

Kurs halten - trotz beispielloser Wahlschlappe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die geplanten Reformen umsetzen, obwohl seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern nach Hochrechnungen sogar erstmals aus einem Landtag flog und sich in Berlin der Linkspartei geschlagen geben musste. "Die Reformen müssen kommen", sagte der Kanzler am Sonntagabend in Berlin, der dabei Spekulationen über einen Rücktritt als Kanzler oder Parteivorsitzender eine Absage erteilte. Auch der Koalitionspartner SPD bekräftigte das Festhalten am Reformkurs, meldete jedoch Nachbesserungsbedarf an.

ARD-Hochrechnung sieht CDU in Mecklenburg-Vorpommern unter Fünfprozenthürde

Die CDU ist bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern laut den jüngsten Hochrechnungen unter die Fünfprozenthürde gefallen. Die Berechnungen für ARD und ZDF sahen die Christdemokraten am Sonntagabend nur noch bei 4,9 Prozent. Es wäre das erste Mal, dass die CDU in einem Bundesland an der Fünfprozenthürde scheitert und den Einzug in ein Landesparlament verpasst.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus verteidigt Direktmandat in Ludwigslust

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat bei der Landtagswahl am Sonntag das Direktmandat in seinem Wahlkreis verteidigt. Im Wahlkreis Ludwigslust-Parchim I kam Backhaus laut Wahlleitung auf 43,9 Prozent der Erststimmen. Dahinter folgte AfD-Kandidatin Nicole Ehlers mit 39,4 Prozent der Erststimmen.

Textgröße ändern: