The National Times - Iran: Wadephul rechnet nicht mit schnellem Kriegsende

Iran: Wadephul rechnet nicht mit schnellem Kriegsende


Iran: Wadephul rechnet nicht mit schnellem Kriegsende
Iran: Wadephul rechnet nicht mit schnellem Kriegsende / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rechnet nicht mit einem schnellen Ende des Iran-Krieges. Zu dieser Einschätzung sei er nach einem Treffen mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar in Israel und nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio gekommen, sagte Wadephul am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Es gehe Israel und den USA darum, das Arsenal des Iran zu zerstören.

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Ein exaktes Ende des Krieges könne er nicht vorhersagen, erklärte Wadephul. "Aber ich glaube, wir müssen uns insgesamt noch auf eine gewisse Zeit einrichten, dass es weitergeht." Er betonte zudem, die Bundesregierung tausche sich mit ihren Partnern über die Auswirkungen des Krieges aus. Dabei gehe es etwa um die Energiepreise und potentielle neue Flüchtlingskrisen.

Wadephul betonte zudem die Notwendigkeit der Wahrung der territorialen Integrität des Iran. Es sei wichtig, "dass es dort kein Chaos gibt in diesem Land", sagte er. Das würde niemandem nutzen. Auch eine Ausweitung des Konfliktes müsse unbedingt vermieden werden. Das scheine auch ein Interesse vieler Golfstaaten zu sein, erklärte Wadephul.

Wadephul hatte am Dienstag Israel besucht und dort den israelischen Außenminister Saar getroffen. Im Anschluss reiste er nach Saudi-Arabien weiter, wo er seinen Kollegen Faisal bin Farhan traf. Im Onlinedienst X betonte Wadephul, Deutschland stehe solidarisch an der Seite Saudi-Arabiens. Der Bundesaußenminister forderte zudem ein Ende der "wahllosen" Angriffe des Iran auf seine Nachbarstaaten.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

T.Allen--TNT

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