The National Times - Iran-Krieg: US-Marine geleitet erstmals Tanker durch Straße von Hormus

Iran-Krieg: US-Marine geleitet erstmals Tanker durch Straße von Hormus


Iran-Krieg: US-Marine geleitet erstmals Tanker durch Straße von Hormus
Iran-Krieg: US-Marine geleitet erstmals Tanker durch Straße von Hormus / Foto: © AFP

Im Iran-Krieg hat die US-Marine erstmals einen Öltanker durch die Straße von Hormus geleitet. Die Streitkräfte hätten den Tanker erfolgreich eskortiert, schrieb US-Energieminister Chris Wright am Dienstag im Onlinedienst X. Die Ölpreise gaben nach der Bekanntgabe deutlich nach.

Textgröße ändern:

In einem Video kündigte Wright an, weitere Schiffe würden folgen. Damit erfülle Präsident Donald Trump sein Versprechen, die globale Energieversorgung während des Militäreinsatzes gegen den Iran zu gewährleisten, schrieb der Minister.

Die Ölpreise sanken daraufhin deutlich: Die Nordseemarke Brent verbilligte sich um 15,03 Prozent auf 84,09 Dollar. Die US-Sorte WTI verlor 15,46 Prozent an Wert und notierte zwischenzeitlich bei 80,12 Dollar.

Vor einer Woche hatte Trump festsitzenden Öltankern Geleitschutz durch die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman in Aussicht gestellt. Die iranischen Revolutionsgarden hatten die Straße von Hormus nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran vor elf Tagen für geschlossen erklärt. Wegen der Verknappung erhöhten sich die Öl- und Gaspreise massiv.

Die Meerenge ist ein Nadelöhr für den globalen Container- und Tankerverkehr. Im Jahr 2024 passierten im Schnitt täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Straße von Hormus - fast 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Auch etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) verläuft durch die Meerenge.

Trump hatte am Montag ein rasches Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt. Daraufhin gaben die Ölpreise an den Weltmärkten deutlich nach. Der US-Präsident steht wegen der gestiegenen Spritpreise innenpolitisch unter Druck.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Teilergebnisse: Putins Partei siegt bei Parlamentswahl in Russland

Die Partei von Präsident Wladimir Putin hat die Parlamentswahl in Russland laut Teilergebnissen wie erwartet klar gewonnen. Nach der Auszählung von etwas mehr als 71 Prozent der Stimmen entfielen auf die Regierungspartei Geeintes Russland 57,5 Prozent der Stimmen, wie russische Nachrichtenagenturen am Montagmorgen berichteten. Die ebenfalls Kreml-treue Kommunistische Partei kam demnach auf rund 14 Prozent, die nationalistische LDPR auf 8,7 Prozent der Stimmen.

Spitzen der Bundesparteien beraten über Ergebnis der Landtagswahlen

Die Spitzen der Bundesparteien beraten am Montag über die Konsequenzen der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Unter dem Vorsitz von Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz kommen die CDU-Gremien am Vormittag in Berlin zusammen, danach will Merz sich den Fragen der Medien stellen (13.30 Uhr). Merz steht innerparteilich unter Druck; am Wahlabend machte er aber klar, dass er trotz der neuerlichen Niederlagen seiner Partei weiter CDU-Chef und Bundeskanzler bleiben und die Reformpolitik fortsetzen wolle.

Vorwurf Falschaussage zu Maut: Prozess gegen früheren Minister Scheuer beginnt

Im Zusammenhang mit der gescheiterten Autobahnmaut muss sich der frühere Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ab Montag (09.30 Uhr) wegen einer mutmaßlichen Falschaussage vor dem Landgericht Berlin verantworten. Bei der in Rede stehenden Aussage vor einem Bundestagsuntersuchungsausschuss geht es um die Frage, ob Verträge mit Mautfirmen unterzeichnet wurden, obwohl die Gefahr bestand, dass das Projekt vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestoppt wird.

Bundesaußenminister Wadephul reist zur UN-Generaldebatte nach New York

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Montag als Leiter der deutschen Delegation zur UN-Generaldebatte nach New York. Er vertritt dort das zweite Jahr in Folge Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der derzeit innenpolitisch immens unter Druck steht und dessen Anwesenheit in Berlin nach Angaben aus Regierungskreisen nach den Landtagswahlen "erforderlich" ist. Neben Wadephul reisen auch Bundesumweltminister Carsten Schneider und Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (beide SPD) zu dem Spitzentreffen bei den Vereinten Nationen.

Textgröße ändern: