The National Times - Japanischer Filmemacher in Myanmar festgenommen

Japanischer Filmemacher in Myanmar festgenommen


Japanischer Filmemacher in Myanmar festgenommen
Japanischer Filmemacher in Myanmar festgenommen / Foto: © AFP

Ein japanischer Filmemacher ist in Myanmar festgenommen worden. Ein Beamter der japanischen Botschaft bestätigte am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP die Festnahme eines japanischen Staatsbürgers in Yangon. Die Botschaft setze sich bei den Behörden für seine Freilassung ein. Japanischen und myanmarischen Medienberichten zufolge handelt es sich um den 26-jährigen Filmemacher Toru Kubota, er soll sich in der Nähe einer regierungskritischen Kundgebung aufgehalten haben.

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Der Botschaftsvertreter bestätigte die Identität des Festgenommenen zunächst nicht. Auch liege ihm keine Information über einen Zusammenhang mit einer Protestaktion vor. Die in Myanmar regierende Militärjunta reagierte zunächst nicht auf Presseanfragen.

Das Militär hatte in Myanmar im Februar 2021 die gewählte Regierung gestürzt und die Macht übernommen. Darauffolgende Massenproteste wurden oft gewaltsam niedergeschlagen. Nach Angaben örtlicher Gruppen wurden bei Protesten und örtlichen Konflikten mit dem Militär seitdem mehr als 2000 Menschen getötet und mindestens 14.000 festgenommen.

Auch mehrere ausländische Staatsbürger sind betroffen. Im vergangenen Jahr war der japanische Filmemacher Yuki Kitazumi festgenommen worden, als er über die Folgen des Putsches berichtete. Auf internationalen Druck hin kam er frei und kehrte im Mai 2021 nach Japan zurück.

Kitazumi zeigte sich nun entsetzt über Kobotas Festnahme: "Er ist ein Dokumentarfilmer und es gibt keinen Grund, ihn zu verhaften, wenn er Material gesammelt hat." Nach Angaben der Organisation Reporting ASEAN vom März befanden sich zu diesem Zeitpunkt 48 Journalisten in Myanmar in Haft.

T.Hancock--TNT

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