The National Times - Gegenseitiger Beschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Angriffe in mehreren Golfstaaten

Gegenseitiger Beschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Angriffe in mehreren Golfstaaten


Gegenseitiger Beschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Angriffe in mehreren Golfstaaten
Gegenseitiger Beschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Angriffe in mehreren Golfstaaten / Foto: © AFP

Die gegenseitigen Angriffe von Israel und dem Iran sind am siebten Tag des Iran-Kriegs mit unverminderter Härte fortgesetzt worden: Der israelische Armeechef Ejal Samir kündigte die "nächste Phase" der Kampfhandlungen an, während in Tel Aviv Explosionen infolge einer neuen iranischen Angriffswelle zu hören waren. Aus Kuwait, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Jordanien und dem Irak wurden ebenfalls iranische Angriffe gemeldet.

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In verschiedenen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran waren am Freitag in laute Explosionen zu hören, wie AFP-Reporter berichteten. Die israelische Armee meldete später, den Bunker des getöteten obersten Führers des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, in Teheran getroffen. An dem Angriff seien 50 Kampfjets beteiligt gewesen. Chamenei sei am vergangenen Samstag getötet worden, bevor er die Schutzanlage hätte nutzen können, doch der Komplex sei weiter von hochrangigen Vertretern der iranischen Regierung genutzt worden, fügte die Armee hinzu.

Auch die südiranische Stadt Schiras wurde iranischen Behördenangaben zufolge von US-israelischen Angriffen getroffen, bei denen mindestens 20 Menschen getötet worden seien. 30 weitere Menschen seien bei dem "Terroranschlag" verletzt worden, sagte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Fars, Dschalil Hasani.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor bekannt gegeben, Raketen und Drohnen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten Explosionen über der israelischen Stadt.

Mehrere Länder hätten Vermittlungsbemühungen für ein Ende des Krieges aufgenommen, erklärte derweil der iranische Präsident Massud Peseschkian am Freitag. "Wir setzen uns für einen dauerhaften Frieden in der Region ein, aber wir zögern nicht, die Würde und Souveränität unserer Nation zu verteidigen", erklärte Peseschkian im Onlinedienst X. Die Vermittlungen "sollten sich an diejenigen richten, die das iranische Volk unterschätzt und diesen Konflikt ausgelöst haben."

In der iranischen Hauptstadt Teheran kamen derweil zahlreiche Iranerinnen und Iraner zum ersten Freitagsgebet seit Beginn des Iran-Krieges zusammen. Schwarz gekleidete Menschenmassen strömten auf den Platz vor der Großen Moschee in der iranischen Hauptstadt, einige Menschen schwenkten die iranische Flagge und gedachten des getöteten geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Chamenei.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden Chamenei und zahlreiche weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe attackiert der Iran seither Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Der Krieg brachte auch den weltweiten Energie- und Transportsektor durcheinander, weil der Schiffs- und Flugverkehr in der Golfregion teils zum Erliegen kam.

Fast eine Woche nach Beginn der Kampfhandlungen griff der Iran am Freitag erneut verschiedene Ziele in der Golfregion an. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten US-Radarsysteme in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Katar zerstört.

In Kuwait-Stadt waren nach Angaben eines Journalisten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen zu hören. Die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe im Luftraum von Kuwait im Einsatz, erklärte das Verteidigungsministerium. Offiziellen Angaben zufolge wurden seit Kriegsbeginn bereits 67 Militärangehörige in Kuwait verletzt.

Die iranische Armee gab im Staatsfernsehen zudem bekannt, US-Militärstützpunkte in Kuwait angegriffen zu haben. Auch ein US-Öltanker vor der Küste Kuwaits sei angegriffen worden. Dieser stehe in Brand, erklärte Armeesprecher Ebrahim Solfaghari im Staatsfernsehen.

In Manama, der Hauptstadt des Golfstaats Bahrain, waren laut einem AFP-Journalisten ebenfalls Detonationen zu hören. Das Innenministerium rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren und sich an einen sicheren Ort zu begeben. In der Nacht auf Freitag hatte das Innenministerium des Golfstaats bereits iranische Angriffe auf ein Hotel und zwei Wohngebäude gemeldet.

Saudi-Arabien erklärte am Morgen, drei ballistische Raketen abgefangen zu haben. Katar gab bekannt, einen Drohnenangriff gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid abgewehrt zu haben, den größten US-Stützpunkt im Nahen Osten.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten erhielten die Bewohner der Metropole Dubai indes Warnungen über "Raketenbedrohungen". Sie sollten "sofort Schutz in dem nächstgelegenen sicheren Gebäude" suchen und sich "von Fenstern, Türen und offenen Bereichen" fernhalten, heißt es in der Warnung laut AFP-Journalisten.

Im Irak wurde die Produktion auf einem von der US-Firma HKN Energy betriebenen Ölfeld infolge eines mutmaßlich iranischen Angriffs eingestellt. Wiederholt waren Drohnen über Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistans im Irak, abgefangen worden. Auch am Freitag waren über Erbil Explosionen zu hören. Dort sind US-Truppen und Bundeswehrsoldaten stationiert, es gibt auch einen US-Konsulatskomplex.

Seit Beginn der iranischen Angriffe am Samstag sind in der Golfregion mindestens 13 Menschen getötet worden, unter ihnen sieben Zivilisten. Nach Angaben aus Washington wurden zudem sechs US-Soldaten getötet, vier von ihnen in Kuwait.

F.Hughes--TNT

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