The National Times - Nach Drohneneinschlag: Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran

Nach Drohneneinschlag: Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran


Nach Drohneneinschlag: Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran
Nach Drohneneinschlag: Aserbaidschan evakuiert Diplomaten aus Iran / Foto: © AFP

Nach dem Einschlag mehrerer im Iran gestarteter Drohnen in Aserbaidschan hat die Regierung in Baku den Abzug ihres diplomatischen Personals aus dem benachbarten Iran angekündigt. Dies betreffe sowohl die Botschaft in Teheran als auch das Konsulat in Täbris, sagte Außenminister Dschejhun Bajramow am Freitag. Die Vorbereitungen dazu liefen derzeit.

Textgröße ändern:

Er habe am Donnerstag mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi über das Thema gesprochen, fuhr Bajramow fort. "Die iranische Seite hat versprochen, den Vorfall gründlich zu untersuchen, und wir erwarten Ergebnisse."

Am Donnerstag waren mindestens vier Drohnen aus dem Iran in die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan geflogen. Sie grenzt an den Iran und wird durch Armenien vom Rest Aserbaidschans getrennt. Eine iranische Drohne traf nach Angaben des aserbaidschanischen Außenministeriums am Donnerstag ein Terminalgebäude eines Flughafens. Eine weitere Drohne schlug demnach in der Nähe einer Schule ein. Vier Menschen wurden verletzt.

Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew warf dem Iran einen "terroristischen" Drohnenangriff vor und drohte mit Vergeltung. Teheran bestritt die Attacke und beschuldigte seinerseits Israel.

Der Iran hat sich seit langer Zeit besorgt geäußert, dass Israel – ein enger Verbündeter Aserbaidschans und wichtiger Waffenlieferant – aserbaidschanisches Territorium für Angriffe nutzen könnte. Im Juni versicherte Baku Teheran, dass es Israel nicht gestatten werde, sein Territorium für Angriffe gegen die Islamische Republik zu nutzen. Damals hatten Israel und die USA in einem zwölf Tage dauernden Krieg drei wichtige iranische Atomanlagen angegriffen.

Teheran ist auch schon lange misstrauisch wegen separatistischer Bestrebungen in der aserbaidschanischen Minderheit im eigenen Land. Rund zehn Millionen der 83 Millionen Einwohner des Iran gehören der aserbaidschanischen Minderheit an.

Lewis--TNT

Empfohlen

Unions-Parlamentsgeschäftsführerin Dos Santos-Wintz: Verstehe Frust der Bevölkerung

Unions-Parlamentsgeschäftsführerin Catarina Dos Santos-Wintz (CDU) hat nach dem Wahldebakel ihrer Partei in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eine bessere Kommunikation der Bundesregierung gefordert. Sie "verstehe den Frust sehr, sehr gut, der in der Bevölkerung herrscht", sagte sie am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Was in Berlin verabschiedet werde, sei an vielen Stellen belastend. "Wenn man aber nicht genau weiß, wozu das Ganze, dann ist es ziemlich schwierig, dafür Akzeptanz zu finden."

Berliner Wirtschaft warnt nach Linken-Wahlsieg vor Enteignungsplänen

Die Berliner Wirtschaft hat nach dem Sieg der Linken bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus vor deren Enteignungsplänen gewarnt. "Berlin kann sich keine Experimente mit ungewissem Ausgang leisten, die die Politik für lange Zeit lähmen würden", erklärte Alexander Schirp, Geschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, am Montag. "Das gilt insbesondere für Pläne zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen."

Nach Wahlen: AfD-Chef Chrupalla erhofft sich "Schub" für weitere Siege

AfD-Chef Tino Chrupalla erhofft sich nach den Erfolgen seiner Partei bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland weiteren Rückenwind. "Es gibt jetzt einen Schub, und diesen Schub werden wir natürlich jetzt auch für die weiteren Wahlen mitnehmen", sagte Chrupalla am Montag im ARD-"Morgenmagazin. "Mit Mecklenburg-Vorpommern ist für uns nicht Schluss." Er sei "sehr zuversichtlich", dass die AfD auch weitere Siege einfahren werde, betonte Chrupalla.

Nach Landtagswahlen: SPD-Fraktionschef Miersch deutet Kurskorrektur an

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat nach den schlechten Ergebnissen seiner Partei in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern den Wunsch nach einer Kurskorrektur beim Reformkurs der Bundesregierung angedeutet. "Diese Reformen stehen augenblicklich in erster Linie für Kürzung", sagte Miersch am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Sie zeigten "noch nicht auf, welche positiven Veränderungen" damit verbunden seien.

Textgröße ändern: