The National Times - Raketenbeschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Israel sieht "nächste Phase"

Raketenbeschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Israel sieht "nächste Phase"


Raketenbeschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Israel sieht "nächste Phase"
Raketenbeschuss auch am siebten Tag des Iran-Kriegs - Israel sieht "nächste Phase" / Foto: © AFP

Israel und der Iran haben sich auch am siebten Tag des Iran-Kriegs mit schweren Angriffen überzogen. Die israelische Armee erklärte am Freitagmorgen, die "iranische Terrorregime-Infrastruktur" in der Hauptstadt Teheran angegriffen zu haben. Das iranische Staatsfernsehen sprach von Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt. Der israelische Armeechef Ejal Samir hatte zuvor die "nächste Phase" in dem Krieg angekündigt.

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Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Freitagmorgen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, Raketen in Richtung Tel Aviv abgefeuert zu haben. Es handle sich um einen Angriff mit Raketen und Drohnen, Ziel seien Orte "im Herzen von Tel Aviv". Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten Explosionen in der israelischen Stadt.

Die US-Streitkräfte erklärten derweil, seit Beginn des Iran-Kriegs am vergangenen Samstag mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt zu haben. "Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen", sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

So sei ein iranischer Drohnen-Träger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. "Während wir sprechen, steht er in Flammen."

Zugleich sei die Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. "Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen."

Ziel sei es nicht nur, ballistische Raketen des Iran zu zerstören, sondern auch die Raketenindustrie des Landes, fügte Cooper hinzu. "Während wir zur nächsten Phase dieses Einsatzes übergehen, werden wir systematisch die iranischen Fähigkeiten für die Raketenproduktion für die Zukunft zerstören."

Auch der israelische Armeechef Samir kündigte eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran an. "In dieser Phase werden wir die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fortsetzen." Die israelische Armee plane "weitere Überraschungen".

US-Präsident Donald Trump betonte derweil, er wolle bei der Nachfolge des getöteten iranischen Anführers Ayatollah Ali Chamenei mitmischen. "Ich muss in die Ernennung eingebunden sein", sagte er dem Nachrichtenportal "Axios" in einem Interview. Im Gespräch ist im Iran unter anderem Chameneis Sohn Modschtaba. Diesen lehnt Trump allerdings ab: "Er ist ein Leichtgewicht", sagte der Präsident in dem Interview.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe attackiert der Iran Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion.

Das Innenministerium des Golfstaats Bahrain erklärte in der Nacht auf Freitag, bei iranischen Angriffen auf die Hauptstadt Manama seien ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Dabei sei "materieller Schaden" entstanden, es sei aber niemand ums Leben gekommen. In einem der Wohngebäude sei ein Feuer ausgebrochen, das aber gelöscht werden konnte.

Saudi-Arabien erklärte derweil, drei ballistische Raketen abgefangen zu haben. "Drei ballistische Raketen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden waren, wurden abgefangen und zerstört", erklärte das Verteidigungsministerium des Landes im Kurzbotschaftendienst X. Katar erklärte, einen Drohnenangriff gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid abgewehrt zu haben, den größten US-Stützpunkt im Nahen Osten.

Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der gewaltsame Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon wieder eskaliert. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Freitag, israelische Kampfflugzeuge hätten in der Nacht fünf Städte im Süden des Libanon angegriffen. Ein weiterer Angriff galt demnach einer Stadt im Osten des Landes.

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Wochenbeginn mehr als 120 Menschen im Land getötet. Die Hisbollah erklärte am Freitag, israelische Grenzposten mit Raketen und Artillerie beschossen zu haben.

F.Morgan--TNT

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