The National Times - "Scheußlich": Votum zu Trumps Ballsaal nach 30.000 Beschwerdebriefen vertagt

"Scheußlich": Votum zu Trumps Ballsaal nach 30.000 Beschwerdebriefen vertagt


"Scheußlich": Votum zu Trumps Ballsaal nach 30.000 Beschwerdebriefen vertagt
"Scheußlich": Votum zu Trumps Ballsaal nach 30.000 Beschwerdebriefen vertagt / Foto: © AFP

"Scheußlich" und "geschmacklos": Die Pläne von US-Präsident Donald Trump für einen mit Gold und Marmor gespickten Ballsaal neben dem Weißen Haus haben körbeweise Beschwerdebriefe hervorgerufen. Wegen mehr als 32.000 Zuschriften habe die Planungskommission NCPC der US-Hauptstadt Washington ihre für Donnerstag vorgesehene Abstimmung über die Baupläne vertagt, sagte deren Sprecher der Zeitung "USA Today".

Textgröße ändern:

Das Votum ist laut US-Medien nun für den 2. April geplant. Die "New York Times" berichtete, das Ausmaß der Rückmeldungen sei für ein öffentliches Bauprojekt in Washington "höchst ungewöhnlich". Eine Auswertung der Zeitung ergab 98 Prozent negative Zuschriften.

Eine Bürgerin bat die Kommission demnach inständig, Trump am Bau des "vergoldeten Monstrums" zu hindern. Es werde "ein Abbild seines 'vergoldeten Lebensstils' sein, der einfach nur widerlich ist", schrieb die Frau laut dem Blatt.

Eine andere Bürgerin wandte ein: "Es handelt sich nicht um ein Modernisierungsprojekt, sondern vielmehr um eine vollständige Auslöschung der amerikanischen Geschichte". Sie forderte, "dass dieses Projekt gestoppt und der Ostflügel nach seinem ursprünglichen Entwurf wieder aufgebaut und restauriert wird".

Trump hatte den gesamten Ostflügel des Weißen Hauses im Oktober überraschend abreißen lassen, um Platz für den Ballsaal zu schaffen. Er soll laut Trump Platz für 1000 Gäste bieten. Inzwischen gibt der Präsident die Kosten mit 400 Millionen Dollar an - das Doppelte des ursprünglich geplanten Preises.

Der Ballsaal soll nach dem Willen Trumps mit viel Gold, Marmor, Stuck und üppigen Lüstern ausgestaltet werden. Der Präsident hat dafür nach eigenen Angaben umfangreiche Spenden aus der Privatwirtschaft eingeworben.

Das Bauvorhaben wird unter anderem vom Denkmalschutz scharf kritisiert, der in die Pläne nicht eingebunden war. Die Opposition im Kongress wirft dem Präsidenten Verschwendung vor.

Auf Kritik stößt zudem, dass der Ballsaal nach den neuen Plänen das Weiße Haus in den Schatten zu stellen droht. Medienberichten zufolge hatte sich Trump mit dem ursprünglichen Architekten James McCrery deshalb zerstritten. Stattdessen heuerte Trump eine neue Firma an.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Nach Kritik an Gazakrieg: Schauspieler Bardem will sich weiter zu schwierigen Themen äußern

Der für seine Kritik am Gazakrieg bekannte spanische Schauspielstar Javier Bardem will sich weiter zu schwierigen politischen Themen äußern. "Ich halte es für wichtig, seinen Standpunkt ausdrücken zu können, wohlwissend, dass manche Menschen mit dir einverstanden sein werden und andere nicht", sagte der 57-Jährige beim Filmfestival von Cannes der Nachrichtenagentur AFP. "Aber ich habe dieses Recht, genauso wie ein Klempner oder ein Kellner."

Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" kehrt nach 326-tägigem Einsatz in die USA zurück

Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist nach seinem 326 Tage dauernden Einsatz auf See wieder in den USA angekommen. Verteidigungsminister Pete Hegseth nahm den größten Flugzeugträger der Welt am Samstag in dessen Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virgina in Empfang, wie die US-Armee im Onlinedienst X mitteilte.

Umfrage: 84 Prozent der Befragten machen sich große Sorgen um Deutschland

Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung wächst bei einem Großteil der Bevölkerung laut einer aktuellen Umfrage Sorge und Unzufriedenheit über deren Politik. In der vom Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhobenen repräsentativen Umfrage äußerten 84 Prozent der Befragten große oder sehr große Sorge um Deutschland. 64 Prozent der Befragten waren demnach der Ansicht, dass keine denkbare Koalition in der Lage ist, die Probleme im Land zu lösen. Nur 11 Prozent machten sich demnach geringe Sorgen.

Woody Harrelson bewundert Protestkultur der Franzosen

Hollywoodstar Woody Harrelson wünscht sich eine lebendigere Protestkultur in den USA. Die US-Bürger sollten "so demonstrieren wie die Franzosen", denn "wir lassen unserer Regierung so viel durchgehen", sagte der Schauspieler der Nachrichtenagentur AFP am Samstag beim Filmfestival in Cannes.

Textgröße ändern: