The National Times - Hoffnung auf Generationswechsel bei Parlamentswahl in Nepal

Hoffnung auf Generationswechsel bei Parlamentswahl in Nepal


Hoffnung auf Generationswechsel bei Parlamentswahl in Nepal
Hoffnung auf Generationswechsel bei Parlamentswahl in Nepal / Foto: © AFP

Sechs Monate nach dem Sturz der nepalesischen Regierung durch Massenproteste haben die Menschen in Nepal am Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Hoffnungen auf das Amt des Regierungschefs machte sich unter anderen der 35-jährige Ex-Rapper und Bürgermeister von Kathmandu, Balendra Shah, aber auch der im September gestürzte marxistische Ministerpräsident KP Sharma Oli trat erneut an. Viele Wähler erhofften sich einen politischen Generationswechsel.

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Angeführt von Vertretern der zwischen Mitte der 1990er und der 2000er Jahre geborenen Generation Z hatten im September zahlreiche Menschen in Nepal gegen Korruption und die schlechte Wirtschaftslage demonstriert. Der zunächst friedliche Protest artete in Gewalt aus, als Sicherheitskräfte auf die Demonstranten schossen. Mehr als 70 Menschen wurden getötet, Regierungsgebäude wurden in Brand gesetzt. Unter dem Druck der Demonstranten trat der 73-jährige Regierungschef KP Sharma Oli schließlich zurück, eine Übergangsregierung übernahm das Ruder.

Bei der Parlamentswahl am Donnerstag traten zahlreiche junge Kandidaten gegen die etablierten Politiker an. "Bei den Gen-Z-Protesten sind Menschen gestorben - wir hoffen, dass ihr Blut Veränderung bringt", sagte der 66-jährige Tek Bahadur Aale, der seine Stimme in Jhapa südlich von Kathmandu abgab: "Wir hoffen auf eine gute Regierung ohne Korruption." "Der heutige Tag fühlt sich wie ein Feiertag an", sagte die 50-jährige Nirmala Bhandari nach der Stimmabgabe in Bhaktapur nahe der Hauptstadt. "Ich hoffe, dass das Land neue Anführer bekommt und wir eine bessere Nation aufbauen werden."

Mehr als 3400 Kandidaten bewarben sich um die 165 direkt vergebenen Parlamentssitze, die übrigen 110 werden über Parteilisten besetzt. Experten gehen davon aus, dass keine Partei eine absolute Mehrheit bekommt.

Nach der Schließung der Wahllokale in dem Himalaya-Staat sollten die Wahlurnen aus abgelegenen Bergregionen per Hubschrauber zur Auswertung transportiert werden. Wahlergebnisse werden erst in einigen Tagen erwartet.

B.Cooper--TNT

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