The National Times - Neue Angriffe erschüttern Golfregion - Sechs Verletzte in Abu Dhabi

Neue Angriffe erschüttern Golfregion - Sechs Verletzte in Abu Dhabi


Neue Angriffe erschüttern Golfregion - Sechs Verletzte in Abu Dhabi
Neue Angriffe erschüttern Golfregion - Sechs Verletzte in Abu Dhabi / Foto: © AFP

Die Golfregion ist am sechsten Tag des Iran-Krieges von neuen Angriffen erschüttert worden. In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi wurden sechs Menschen durch herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen Drohne in einem Industriegebiet verletzt, wie das emiratische Pressebüro am Donnerstag mitteilte. Bei dem Vorfall in dem Industriegebiet wurden demnach sechs ausländische Arbeiter aus Pakistan und Nepal "leicht bis mittelschwer" verletzt.

Textgröße ändern:

In Dubai und in der katarischen Hauptstadt Doha ertönten Explosionen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort in Doha bezeichneten die Detonationen als einige der heftigsten seit dem Beginn der iranischen Angriffe auf den Golfstaat am Samstag. Es war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, das Militär arbeite daran, den Raketenangriff abzuwehren. Zuvor hatten die Behörden angekündigt, Menschen zu evakuieren, die in der Nähe der US-Botschaft wohnen.

Die jüngsten Angriffe erfolgten nur wenige Stunden, nachdem Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat scharf kritisiert hatte. Er warf dem Iran in dem Telefonat vor, seinen Nachbarn schaden und sie in einen Krieg verwickeln zu wollen, der nicht ihrer sei, hieß es vom katarischen Außenamt. Das Telefonat war der erste hochrangige Kontakt zwischen beiden Ländern seit dem Beginn der iranischen Angriffe am vergangenen Wochenende.

Auch in Bahrains Hauptstadt Manama waren am Donnerstag Explosionen zu hören. In Saudi-Arabien wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums drei Marschflugkörper und mehrere Drohnen abgefangen.

In den Gewässern von Kuwait wurde ein Öltanker von einer "starken Explosion" getroffen, die nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) zu einem Austritt von Öl führte.

Die Golfstaaten wurden in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe. Mindestens 13 Menschen wurden in der Golfregion seit Samstag getötet, darunter sieben Zivilisten.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und zahlreiche weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagiert seither mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Auch am Donnerstag dauerten die gegenseitigen Angriffe an.

P.Barry--TNT

Empfohlen

Grundsicherung statt Bürgergeld: Bundestag macht Weg für Reform frei

Der Bundestag hat den Umbau des Bürgergelds zu einer neuen Grundsicherung beschlossen. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in namentlicher Abstimmung mehrheitlich für einen Gesetzentwurf der schwarz-roten Regierungskoalition. Für die Vorlage stimmten 321 Abgeordnete, es gab 268 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Die Reform sieht verschärfte Mitwirkungspflichten und härtere Sanktionsandrohungen vor, wenn Leistungsempfänger sich bei der Arbeitssuche nicht kooperativ zeigen.

Irans Außenminister: USA werden Versenkung von Kriegsschiff "bitter bereuen"

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean mit dutzenden Toten mit Konsequenzen gedroht. Die iranische Fregatte "Iris Dena" sei "ohne Vorwarnung in internationalen Gewässern" von den USA angegriffen worden, erklärte Araghtschi am Donnerstag im Onlinedienst X. "Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen." Derweil war ein zweites iranisches Kriegsschiff auf dem Weg in die Hoheitsgewässer Sri Lankas.

Hoffnung auf Generationswechsel bei Parlamentswahl in Nepal

Sechs Monate nach dem Sturz der nepalesischen Regierung durch Massenproteste haben die Menschen in Nepal am Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Hoffnungen auf das Amt des Regierungschefs machte sich unter anderen der 35-jährige Ex-Rapper und Bürgermeister von Kathmandu, Balendra Shah, aber auch der im September gestürzte marxistische Ministerpräsident KP Sharma Oli trat erneut an. Viele Wähler erhofften sich einen politischen Generationswechsel.

Generalstab: US-Flugzeuge können Stützpunkt in Frankreich nutzen

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs erlaubt Frankreich den USA die Nutzung eines Militärstützpunktes im südfranzösischen Istres. Dabei gehe es nicht um US-Kampfjets, sondern um unterstützende US-Flugzeuge, "die in keiner Weise an den von den USA im Iran ausgeführten Einsätzen teilnehmen", erklärte der französische Generalstab am Donnerstag. Es gehe lediglich um die "Unterstützung der Verteidigung unserer Partner in der Region", hieß es weiter. Dies hätten die USA ausdrücklich zugesagt.

Textgröße ändern: