The National Times - Kasse muss nicht zahlen: Arzt darf sich keine Gebührenziffer ausdenken

Kasse muss nicht zahlen: Arzt darf sich keine Gebührenziffer ausdenken


Kasse muss nicht zahlen: Arzt darf sich keine Gebührenziffer ausdenken
Kasse muss nicht zahlen: Arzt darf sich keine Gebührenziffer ausdenken / Foto: © AFP/Archiv

Ärzte können sich für eine privat bezahlte Therapie nicht einfach eine Gebührenziffer ausdenken. Die gesetzliche Krankenkasse muss dann keine Kosten erstatten, wie das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in Potsdam nach Angaben vom Donnerstag entschied. Es ging um eine Immunadsorption, ein Blutreinigungsverfahren zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen.

Textgröße ändern:

Eine gesetzlich versicherte Patientin beantragte eine Immunadsorption bei ihrer Krankenkasse, die aber ablehnte. Die Patientin ließ sich auf eigene Kosten privatärztlich behandeln und reichte die Arztrechnungen zur Erstattung bei der Krankenkasse ein. Diese zahlte nicht.

Die Frau zog vor das Berliner Sozialgericht, wo ihre Klage keinen Erfolg hatte. Das Landesssozialgericht bestätigte die Entscheidung nun.

Denn der Arzt hatte in seiner Rechnung eine Ziffer für die Leistung angegeben, die in der Gebührenordnung für Ärzte nicht enthalten ist. Für eine Fantasieziffer müsse nicht bezahlt werden, erklärte das Gericht. Die Klägerin kann dagegen noch beim Bundessozialgericht in Kassel die Zulassung der Revision beantragen.

Gesetzlich Versicherte können sich für die sogenannte Kostenerstattung entscheiden. Dann zahlen sie zunächst selbst für die ärztliche Behandlung und reichen die Rechnung später ein. Die Krankenkassen übernehmen dann aber nur einen Teil der Kosten, die normalerweise höher ausfallen als beim üblichen Verfahren mit Gesundheitskarte.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Nach Kritik an Gazakrieg: Schauspieler Bardem will sich weiter zu schwierigen Themen äußern

Der für seine Kritik am Gazakrieg bekannte spanische Schauspielstar Javier Bardem will sich weiter zu schwierigen politischen Themen äußern. "Ich halte es für wichtig, seinen Standpunkt ausdrücken zu können, wohlwissend, dass manche Menschen mit dir einverstanden sein werden und andere nicht", sagte der 57-Jährige beim Filmfestival von Cannes der Nachrichtenagentur AFP. "Aber ich habe dieses Recht, genauso wie ein Klempner oder ein Kellner."

Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" kehrt nach 326-tägigem Einsatz in die USA zurück

Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist nach seinem 326 Tage dauernden Einsatz auf See wieder in den USA angekommen. Verteidigungsminister Pete Hegseth nahm den größten Flugzeugträger der Welt am Samstag in dessen Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virgina in Empfang, wie die US-Armee im Onlinedienst X mitteilte.

Umfrage: 84 Prozent der Befragten machen sich große Sorgen um Deutschland

Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung wächst bei einem Großteil der Bevölkerung laut einer aktuellen Umfrage Sorge und Unzufriedenheit über deren Politik. In der vom Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhobenen repräsentativen Umfrage äußerten 84 Prozent der Befragten große oder sehr große Sorge um Deutschland. 64 Prozent der Befragten waren demnach der Ansicht, dass keine denkbare Koalition in der Lage ist, die Probleme im Land zu lösen. Nur 11 Prozent machten sich demnach geringe Sorgen.

Woody Harrelson bewundert Protestkultur der Franzosen

Hollywoodstar Woody Harrelson wünscht sich eine lebendigere Protestkultur in den USA. Die US-Bürger sollten "so demonstrieren wie die Franzosen", denn "wir lassen unserer Regierung so viel durchgehen", sagte der Schauspieler der Nachrichtenagentur AFP am Samstag beim Filmfestival in Cannes.

Textgröße ändern: