The National Times - Luftkampfsystem FCAS: Dassault bekräftigt Vorwürfe gegen Airbus

Luftkampfsystem FCAS: Dassault bekräftigt Vorwürfe gegen Airbus


Luftkampfsystem FCAS: Dassault bekräftigt Vorwürfe gegen Airbus
Luftkampfsystem FCAS: Dassault bekräftigt Vorwürfe gegen Airbus / Foto: © AFP

Im Dauerstreit um das geplante deutsch-französische Luftkampfsystem FCAS hat der Chef des französischen Rüstungsunternehmens Dassault seine Vorwürfe gegen Airbus bekräftigt. "Wenn Airbus daran festhält, möglicherweise nicht mit Dassault zusammenzuarbeiten, ist das Projekt tot", sagte Eric Trappier am Mittwoch am Rande der Vorstellung der Jahresergebnisse. "Wir halten unsere Verpflichtungen buchstabengetreu ein, Airbus ist es, das die ursprüngliche Vereinbarung nicht respektiert", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Frankreich könne eine Lösung, die auf zwei Kampfflugzeuge hinauslaufe, nicht akzeptieren, betonte Trappier.

Der Airbus-Konzern, der in dem Vorhaben Deutschland und Spanien vertritt, hatte kürzlich seine Bereitschaft erklärt, einen eigenen Kampfjet zu entwickeln. "Wenn unsere Kunden es verlangen, würden wir eine Zwei-Faktor-Lösung unterstützen, und wir verpflichten uns, eine führende Rolle zu spielen", hatte Airbus-Chef Guillaume Faury Mitte Februar in Toulouse gesagt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte das 100-Milliarden-Euro-Projekt kurz zuvor erstmals offen in Frage gestellt und auf die unterschiedlichen Anforderungen an einen Kampfjet der neuen Generation in Frankreich und Deutschland verwiesen. Frankreich brauche - anders als Deutschland - einen Kampfjet, der auf einem Flugzeugträger landen und Atomwaffen transportieren könne, hatte Merz erklärt.

Die Abkürzung FCAS steht für Future Combat Air System. Zu diesem Luftkampfsystem der Zukunft sollen nach ursprünglicher Planung neben einem gemeinsamen Kampfjet auch Drohnen und neuartige Kommunikationssysteme gehören. Es sollte ab den 2040er Jahren einsatzfähig sein.

Dassault hatte zuletzt immer wieder eine größere Führungsrolle beansprucht, was zu einem Ungleichgewicht zwischen den Partnern führte und das Projekt seit Monaten verzögerte.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte mehrfach sein Festhalten an dem Vorhaben. "Es gibt Reibereien zwischen den Unternehmen, so ist das Geschäftsleben. Muss das die Strategie der Staaten bestimmen? Die Antwort lautet: Nein", betonte Macron. Er betonte die Notwendigkeit eines europäischen Standards.

L.Graham--TNT

Empfohlen

Nach Kritik an Gazakrieg: Schauspieler Bardem will sich weiter zu schwierigen Themen äußern

Der für seine Kritik am Gazakrieg bekannte spanische Schauspielstar Javier Bardem will sich weiter zu schwierigen politischen Themen äußern. "Ich halte es für wichtig, seinen Standpunkt ausdrücken zu können, wohlwissend, dass manche Menschen mit dir einverstanden sein werden und andere nicht", sagte der 57-Jährige beim Filmfestival von Cannes der Nachrichtenagentur AFP. "Aber ich habe dieses Recht, genauso wie ein Klempner oder ein Kellner."

Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" kehrt nach 326-tägigem Einsatz in die USA zurück

Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist nach seinem 326 Tage dauernden Einsatz auf See wieder in den USA angekommen. Verteidigungsminister Pete Hegseth nahm den größten Flugzeugträger der Welt am Samstag in dessen Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virgina in Empfang, wie die US-Armee im Onlinedienst X mitteilte.

Umfrage: 84 Prozent der Befragten machen sich große Sorgen um Deutschland

Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung wächst bei einem Großteil der Bevölkerung laut einer aktuellen Umfrage Sorge und Unzufriedenheit über deren Politik. In der vom Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhobenen repräsentativen Umfrage äußerten 84 Prozent der Befragten große oder sehr große Sorge um Deutschland. 64 Prozent der Befragten waren demnach der Ansicht, dass keine denkbare Koalition in der Lage ist, die Probleme im Land zu lösen. Nur 11 Prozent machten sich demnach geringe Sorgen.

Woody Harrelson bewundert Protestkultur der Franzosen

Hollywoodstar Woody Harrelson wünscht sich eine lebendigere Protestkultur in den USA. Die US-Bürger sollten "so demonstrieren wie die Franzosen", denn "wir lassen unserer Regierung so viel durchgehen", sagte der Schauspieler der Nachrichtenagentur AFP am Samstag beim Filmfestival in Cannes.

Textgröße ändern: