The National Times - Paris will schutzbedürftige Franzosen aus Golfregion ausfliegen

Paris will schutzbedürftige Franzosen aus Golfregion ausfliegen


Paris will schutzbedürftige Franzosen aus Golfregion ausfliegen
Paris will schutzbedürftige Franzosen aus Golfregion ausfliegen / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die französische Regierung will besonders schutzbedürftige Landsleute aus den vom Iran-Krieg betroffenen Ländern der Region ausfliegen. "Wir bereiten uns darauf vor, Flüge zu chartern, vor allem für die Menschen, die begleitet werden müssen", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Dienstag dem Sender BFM. Wie viele Menschen dies nutzen könnten, sagte er nicht.

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Insgesamt hielten sich etwa 400.000 Franzosen in den etwa zwölf von dem Konflikt betroffenen Ländern auf, sagte Barrot. Die meisten von ihnen hätten ihren Wohnsitz dort, unter ihnen auch viele Doppelstaatler. Andere seien nur vorübergehend in der Region.

Bislang hätten sich etwa 25.000 Französinnen und Franzosen in jenen Ländern bei den diplomatischen Vertretungen gemeldet. Barrot rief alle Menschen mit französischer Staatsangehörigkeit in der Region auf, sich registrieren zu lassen.

Konkret entsandte das französische Außenministerium konsularische Teams an die Grenzen zwischen Israel, Jordanien und Ägypten, um Franzosen die Ausreise auf dem Landweg zu erleichtern. Aus Ägypten und Jordanien sind Flüge noch möglich. Franzosen, die aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausreisen wollen, könnten auf dem Landweg nach Oman oder Saudi-Arabien reisen und dort einen Flug nehmen.

Frankreich habe Plätze bei kommerziellen Fluggesellschaften reserviert, werde aber voraussichtlich auch eigene Flugzeuge chartern oder möglicherweise Regierungsmaschinen einsetzen. Die Botschaften und Konsulate in den betroffenen Ländern kümmerten sich derzeit darum, die Listen von schutzbedürftigen Ausreisewilligen zu erstellen.

Unterdessen sind immer noch zwischen 50 und 55 französische Schiffe von der Sperrung der Straße von Hormus betroffen, der etwa 50 Kilometer breiten Meerenge zwischen Iran und dem Oman, die als Nadelöhr für den globalen Frachterverkehr gilt. Dabei handle es sich hauptsächlich um Containerschiffe und Schiffe, die Erdölplattformen versorgen, sagte Laurent Martens vom französischen Schifffahrtsverband. Einige wenige Schiffe, die Gas transportierten, seien ebenfalls betroffen.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Samstag nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran die Sperrung der Meerenge verkündet. Am Montag drohte ein General der Revolutionsgarden damit, jedes Schiff in Brand zu setzen, das die Straße von Hormus passieren wolle. Zuvor waren bereits mehrere Schiffe in der Meerenge von Geschossen getroffen worden.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

N.Johns--TNT

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