The National Times - Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung

Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung


Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung
Fast 200 Para-Athleten fordern Verbesserung der Förderung / Foto: © IMAGO/GEPA pictures/SID

Drei Tage vor dem Start der Winterspiele in Norditalien haben fast 200 Para-Sportler in einem gemeinsamen Statement eine Verbesserung der Förderung gefordert. "Mit dieser Erklärung wenden wir uns an das Bundeskanzleramt und den Deutschen Bundestag", hieß es in der von Athleten Deutschland verbreiteten Mitteilung: "Wir fordern, die individuelle Para-Athletenförderung ab 2027 zur Finanzierung von mindestens 200 Plätzen zu erhöhen – zweckgebunden und mehrjährig abgesichert." Dies sei "ein sofort wirksamer und finanzierbarer Schritt – für sportlichen Erfolg und gesellschaftliche Rendite".

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Unterzeichnet wurde die Erklärung von zahlreichen deutschen Topstars wie Anna-Lena Forster, Markus Rehm oder Elena Semechin. "Jetzt ist der Moment, zu handeln", sagte Schwimmerin Semechin. Die finanzielle Förderung ruft im Parasport bereits seit längerer Zeit deutliche Kritik hervor, gerade auch das Ungleichgewicht im Vergleich zum olympischen Sport. Derzeit gibt es mit 168 deutlich weniger direkte Förderplätze als Starter bei den jüngsten Sommer- und Winter-Paralympics in Paris und nun in Norditalien.

"Schon heute passt die Förderung damit nicht zur sportlichen Realität – und mit neuen Sportarten wächst die Lücke weiter", heißt es in dem Statement weiter. Es sei aber "entscheidend, die Leistungsspitze des Parasports vollständig abzubilden – und dafür auch künftig eine kohärente Fördersystematik zu schaffen, die eine dynamische Anpassung der Förderplätze an die realen Leistungspotenziale ermöglicht". Zur Schaffung der rund 30 benötigten Extra-Förderplätze würden mit etwa 400.000 Euro pro Jahr unter 0,2 Prozent der Gesamtausgaben des Bundes für den Spitzensport benötigt werden.

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) prangert die Probleme bereits seit längerer Zeit an. "Es bestehen in allen relevanten Förderbereichen weiterhin deutliche Defizite – von der Kaderförderung, über die Jahresplanung bis hin zum Leistungssport-Personal", sagte DBS-Präsident Hans-Jörg Michels dem SID. Als Para-Athlet sei man "nochmal auf andere Sachen angewiesen, wie Hilfsmittel im Sinne von Sportgeräten, die man sich selbst finanzieren muss und die teilweise deutlich teurer sind als bei den Nichtbehinderten", erklärte Forster. Dies mache die Förderung umso wichtiger.

R.Hawkins--TNT

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