The National Times - AFP-Auswertung: Besonders viele nächtliche russische Raketenangriffe auf Ukraine im Februar

AFP-Auswertung: Besonders viele nächtliche russische Raketenangriffe auf Ukraine im Februar


AFP-Auswertung: Besonders viele nächtliche russische Raketenangriffe auf Ukraine im Februar
AFP-Auswertung: Besonders viele nächtliche russische Raketenangriffe auf Ukraine im Februar / Foto: © AFP

Russland hat im vergangenen Monat so viele nächtliche Raketenangriffe auf die Ukraine verübt wie seit mindestens drei Jahren nicht mehr. Ziel der 288 im Februar abgefeuerten Raketen war vor allem die Energieinfrastruktur, wie eine am Sonntag veröffentlichte Auswertung der Nachrichtenagentur AFP zeigt, die auf ukrainischen Militärdaten basiert. Im Januar gab es 135 nächtliche russische Raketenangriffe in der Ukraine - weniger als halb so viele wie im Februar.

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Die Zahl der nächtlichen russischen Raketenangriffe im vergangenen Monat war zudem so hoch wie noch nie seit dem Beginn der regelmäßigen Veröffentlichung von Angriffsstatistiken durch die ukrainische Armee Anfang 2023. Zuvor war mit 270 Raketenangriffen im Oktober 2025 ein Höchststand erreicht worden.

Russland griff die Ukraine laut Militärstatistik im Februar zudem über Nacht mit 5059 Langstreckendrohnen an - ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Ukraine verübte im Gegenzug Drohnenangriffe auf russische Öllager und Raffinerien.

"In den drei Wintermonaten haben die Russen mehr als 14.670 Lenkbomben, 738 Raketen und fast 19.000 Angriffsdrohnen auf unser Volk abgefeuert", erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Onlinediensten. "Trotz allem haben die Ukrainer diesen schwierigen Winter überstanden."

Die verstärkten Angriffe der vergangenen Wintermonate auf die ukrainische Energieinfrastruktur führten zur schlimmsten Energiekrise seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer konnten zwischenzeitig nicht heizen und hatten keinen Strom. Immer noch muss der Strom zeitweise abgeschaltet werden.

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hatte 2024 Haftbefehle gegen damalige und ehemalige führende Befehlshaber der russischen Armee erlassen. Ihnen wird vorgeworfen, Zivilisten durch die Angriffe auf die Energieinfrastruktur "übermäßigen Schaden" zugefügt zu haben. Dies ist nach Auffassung des Gerichts ein Kriegsverbrechen.

Indes wurden bei Angriffen in der Ukraine und in Russland erneut Menschen getötet. Bei einem russischen Angriff in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurde nach Angaben der Militärverwaltung vom Sonntag ein Mann getötet, vier weitere Menschen wurden verletzt. Weitere Angriffen wurden aus Odessa und Charkiw gemeldet.

In der südrussischen Region Brjansk wurde nach Angaben des Gouverneurs vom Sonntag eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Die ukrainische Drohne habe ein ziviles Fahrzeug angegriffen.

N.Johns--TNT

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