The National Times - Tarifverhandlungen für hessische Landesangestellte begonnen

Tarifverhandlungen für hessische Landesangestellte begonnen


Tarifverhandlungen für hessische Landesangestellte begonnen
Tarifverhandlungen für hessische Landesangestellte begonnen / Foto: © AFP/Archiv

In Wiesbaden hat am Freitag die Tarifrunde für die rund 58.000 angestellten Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes Hessen begonnen. Zum Auftakt tauschten beide Seiten ihre Forderungen und Erwartungen aus, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Verdi und weitere hessische Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat.

Textgröße ändern:

Auszubildende sollen 200 Euro mehr erhalten. Bestehen sie ihre Prüfung, sollen sie ohne Notenbezug unbefristet übernommen werden.

Verdi verteidigte die Forderungen am Freitag. "Wir wissen um die Haushaltslage und die wirtschaftliche Situation des Landes, sind aber fest davon überzeugt, dass eine Investition in die Beschäftigten in dieser Zeit absolut notwendig ist", erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle.

Der dbb beamtenbund und tarifunion reagierte ernüchtert auf die Ergebnisse des ersten Verhandlungstages. "Ich hätte mir den Auftakt konkreter gewünscht", erklärte dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing. Er rief dazu auf, Entscheidungen nicht vor allem in der Abschlussrunde zu treffen.

Landesinnenminister Roman Poseck (CDU) hatte als Verhandlungsführer für die Arbeitgeberseite die Forderungen der Gewerkschaften vor Verhandlungsbeginn als "überzogen" zurückgewiesen. Es müsse darum gehen, ein "für alle Seiten tragfähiges Ergebnis zu finden."

Die Fortsetzung der Gespräche ist für den 9. und 10. März sowie für den 26. und den 27. März geplant. Hessen trat 2004 aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder aus und verhandelt seither separat. Vor knapp zwei Wochen einigten sich die anderen 15 Länder mit den Gewerkschaften auf 5,8 Prozent mehr Geld in drei Stufen.

A.Robinson--TNT

Empfohlen

Nach Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Zeichen stehen auf Rot-Rot-Grün

Nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern stehen die Zeichen in dem Bundesland auf Rot-Rot-Grün. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kündigte am Montag in Berlin an, sie wolle mit Grünen und Linken Gespräche über eine mögliche Koalition führen. Die beiden Parteien zeigten sich bereit, sich an einer stabilen Regierung zu beteiligen. Die AfD sieht sich trotz ihres Wahlsieges aufgrund fehlender Partner in der Opposition.

Merz kündigt baldiges Bundesgesetz gegen Enteignungen an - Kritik an Linken

Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die rasche Verabschiedung eines Bundesgesetzes gegen die Enteignung von Wohnraum angekündigt. "Es geht gar nicht mal nur darum, hier in Berlin etwas zu verbieten", sagte Merz am Montag in Berlin. Es gehe "vor allem darum, an die internationalen Investoren eine klare Botschaft zu senden, die da lautet: Es gibt in Deutschland keine Enteignungen von privatem Eigentum."

OVG Sachsen: Kein Anspruch auf Lehrerausbildung für rechtsextreme Bewerberin

Eine rechtsextreme Bewerberin hat keinen Anspruch auf eine Lehrerausbildung. Das entschied das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) am Montag in Bautzen und wies damit die Beschwerde einer Antragstellerin zurück, mit der diese eine Zulassung zum Referendariat für das Lehramt am Gymnasium erreichen wollte. (2 B 264/26)

Hamburgs CDU-Landeschef Thering: Merz muss notfalls Vertrauensfrage stellen

Hamburgs CDU-Landesvorsitzender Dennis Thering drängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dazu, notfalls die Vertrauensfrage zu stellen. "Wenn es für den weiteren Reformkurs die Vertrauensfrage braucht, dann muss Merz sie stellen", erklärte Thering am Montag in der Hansestadt. Kanzler und Regierung müssten Reformen vorantreiben, zugleich gebe es "die ersten Absetzbewegungen der SPD". Dies sei ein "ganz schlechtes Omen".

Textgröße ändern: