The National Times - Städtetag fordert Rückkehr zu komplett kostenlosen Corona-Bürgertests

Städtetag fordert Rückkehr zu komplett kostenlosen Corona-Bürgertests


Städtetag fordert Rückkehr zu komplett kostenlosen Corona-Bürgertests
Städtetag fordert Rückkehr zu komplett kostenlosen Corona-Bürgertests / Foto: © AFP/Archiv

Der Deutsche Städtetag fordert eine Rückkehr zum vollständig kostenlosen Angebot von Corona-Bürgertests. "Die momentane Strategie mit weniger kostenlosen Bürgertests wirft mehr Fragen auf, als sie Nutzen bringt", sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Verbands, Verena Göppert, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Donnerstag. Manche Testzentren hätten zugemacht, andere die Öffnungszeiten reduziert. "Bund und Länder sollten Bürgertests deshalb wieder einfach und kostenlos zugänglich machen - und zwar bereits im Herbst."

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Dann sei mit einer neuen Infektionswelle zu rechnen, sagte Göppert - und die Menschen sollten sich "wieder leichter testen lassen können". Dies könne "einen realistischeren Überblick über das Infektionsgeschehen" bringen.

Die zuvor für alle kostenlosen Bürgertests gibt es seit Anfang Juli nur noch für bestimmte Gruppen ohne Zuzahlung - etwa Kinder bis fünf Jahre, Schwangere in den ersten drei Monaten oder Krankenhaus- und Pflegeheimbesucher. Im Normalfall muss für einen Schnelltest nun eine Selbstbeteiligung von drei Euro gezahlt werden.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte den Zeitungen, es gebe "insbesondere beim Thema der Betrugskontrollen noch Nachbesserungsbedarf bei der Testverordnung". Er sehe hier "ganz klar die Kassenärztlichen Vereinigungen in der Pflicht, Stichprobenkontrollen bei den privaten Testzentren durchzuführen".

Notwendig sei außerdem, die Kommunikation zwischen Gesundheitsämtern, Kassenärztlichen Vereinigungen, Robert-Koch-Institut und Strafverfolgungsbehörden zu verbessern um Verdachtsfälle direkt prüfen zu können. Das gelte auch für Fälle, in denen "beispielsweise ein Testzentrum wegen Verstößen gegen Hygieneregeln auffällt".

Der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge sprach sich dafür aus, bei den Testzentren mehr Daten zu erheben. "Zum Beispiel wäre es sinnvoll, anonymisiert und mit Zustimmung abzufragen, welchen Berufen die getesteten Personen nachgehen", sagte er den RND-Zeitungen.

"Dann könnte man Rückschlüsse aufs Pandemiegeschehen ziehen und erheben, welche Berufsgruppen ein hohes Infektionsrisiko haben", argumentierte Sorge. "Wenn viele positiv Getestete beispielsweise in bestimmten Bereichen arbeiten, etwa Gastronomie, Hotelgewerbe oder Klinikbereich, hätte man aussagefähigere Anhaltspunkte, welche Berufsgruppen besonders betroffen sind."

R.Evans--TNT

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