The National Times - US-Vizepräsident JD Vance zu Besuch in Armenien eingetroffen

US-Vizepräsident JD Vance zu Besuch in Armenien eingetroffen


US-Vizepräsident JD Vance zu Besuch in Armenien eingetroffen
US-Vizepräsident JD Vance zu Besuch in Armenien eingetroffen / Foto: © AFP

US-Vizepräsident JD Vance ist am Montag zu einem Besuch in Armenien eingetroffen. Nach Beratungen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan in der Hauptstadt Eriwan will er am Dienstag ins Nachbarland Aserbaidschan weiterreisen. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Vance werde die beiden Kaukasusstaaten besuchen, um die "Friedensbemühungen" der USA fortzusetzen.

Textgröße ändern:

Armenien und Aserbaidschan hatten in den vergangenen Jahrzehnten zwei Kriege gegeneinander um die Kontrolle der Region Bergkarabach geführt. 2023 brachte Aserbaidschan die mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Region dann in einer großangelegten Militäroffensive unter seine Kontrolle. Im August vergangenen Jahres vereinbarten beide Länder bei der Unterzeichnung eines Abkommens im Weißen Haus in Washington, ihren Konflikt dauerhaft beizulegen.

Nach Angaben des US-Außenministeriums will Vance auf seiner Reise Trumps "Friedensbemühungen" und eine geplante Straßen- und Eisenbahnverbindung namens Trump-Route für internationalen Frieden und Wohlstand (Tripp) voranbringen. Sie ist Teil des Abkommens, das Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew im Weißen Haus unterzeichnet hatten, und soll über das Staatsgebiet Armeniens verlaufen, um das Kernland Aserbaidschans mit der Exklave Nachitschewan zu verbinden.

Vance ist der ranghöchste Vertreter der USA, der Armenien besucht. Seine Reise erfolgt auch vor dem Hintergrund sich verändernder Allianzen in der Region: Die Beziehungen zwischen Armenien und seinem traditionellen Verbündeten Russland hatten sich nach dem Bergkarabach-Konflikt 2023 abgekühlt, weil dort stationierte russische Soldaten nicht in den Konflikt mit Aserbaidschan eingegriffen hatten. In der Folge näherte sich Armenien an die EU an. Auch die USA streben nun eine größere diplomatische und wirtschaftliche Präsenz im Südkaukasus an.

A.Davey--TNT

Empfohlen

Bundeswehr verlegt vorübergehend Patriot-Einheit in die Türkei

Die Bundeswehr verlegt vorübergehend ein Abwehrraketensystem vom Typ Patriot in die Türkei. Das diene der Unterstützung der Nato-Luftverteidigung an der Südostflanke, teilte das Verteidigungsministerium am Montag vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts mit. Die Entsendung - bestehend aus einer Feuereinheit und 150 Soldatinnen und Soldaten aus Husum - soll demnach Ende Juni starten und ist bis September begrenzt.

Weitgehend Einigkeit über Aussetzung von Diätenerhöhung - Auch Spahn stimmt nun zu

Unter den Parteien herrscht mittlerweile weitgehende Einigkeit, eine anstehende Erhöhung der Diäten der Bundestagsabgeordneten aussetzen zu wollen. Die Unionsfraktion will darüber in dieser Woche beraten. "Auch wir Politiker müssen einen Beitrag leisten", sagte dazu Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) am Montag den Sendern RTL und ntv. "Wir wollen am Montag und Dienstag in den Fraktionsgremien darüber diskutieren."

Ukrainischer Finanzminister fordert verschärfte Sanktionen gegen Moskau

Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko hat die G7-Länder zu einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland aufgerufen. "Wir müssen weiterhin Druck auf Russland ausüben und zusätzliche Sanktionen gegen Russland verhängen", forderte Martschenko am Montag mit Blick auf die USA, die ihre Sanktionen auf russisches Öl vorübergehend ausgesetzt hatten. "Wir tun, was wir können, um die russische Wirtschaft zu schwächen, indem wir gezielt Ölraffinerien und Infrastruktur ins Visier nehmen", sagte er am Rande eines Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Staaten in Paris.

Israel fängt erneut Hilfsflotte für den Gazastreifen ab

Israel hat abermals eine Hilfsflotte für den Gazastreifen abgefangen. Die israelischen Streitkräfte hätten "einen böswilligen Plan" vereitelt, um die gegen die "Hamas-Terroristen in Gaza" gerichtete Blockade zu durchbrechen, erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag. Zuvor hatte die Organisation Global Sumud Flotilla im Onlinedienst X mitgeteilt, israelische Schiffe hätten Boote westlich von Zypern an der Weiterfahrt gehindert. Das türkische Außenministerium warf Israel einen "neuen Akt der Piraterie" vor.

Textgröße ändern: