The National Times - Kuba setzt Betankung von Flugzeugen für einen Monat aus

Kuba setzt Betankung von Flugzeugen für einen Monat aus


Kuba setzt Betankung von Flugzeugen für einen Monat aus
Kuba setzt Betankung von Flugzeugen für einen Monat aus / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise in Kuba setzt die Regierung in Havanna die Betankung von Flugzeugen vorübergehend aus. Die französische Fluglinie Air France teilte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend mit, die kubanische Luftfahrtbehörde habe sie informiert, dass beginnend am Dienstag einen Monat lang keine Betankung auf der Karibikinsel mehr möglich sein werde. Flugzeuge müssten nach dem Abflug von Kuba anderswo zwischenlanden, um zu tanken.

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Angesichts der Energiekrise hatte die kubanische Regierung bereits am Wochenende drastische Notfallmaßnahmen angekündigt. In staatlichen Unternehmen wird etwa die Vier-Tage-Woche eingeführt. Zudem werden der Benzinverkauf und der Bus- und Zugverkehr eingeschränkt. Weitere Sparmaßnahmen sehen verkürzte Schultage sowie eine reduzierte Anwesenheitspflicht in Universitäten vor. Auch einige touristische Einrichtungen bleiben geschlossen.

Durch die ab Montag geltenden Vorgaben soll sichergestellt werden, dass es weiterhin ausreichend Kraftstoff zur Stromproduktion und Lebensmittelherstellung gibt.

Nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu Jahresbeginn bei einem US-Militäreinsatz hatte US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht, dass er auch andere Länder in der Region im Visier hat - darunter Kuba. Trump ließ die Öllieferungen aus Venezuela nach Kuba unterbinden, von denen das Land in hohem Maße abhängig war.

Ende Januar verschärfte Trump den wirtschaftlichen Druck auf Kuba weiter: Staaten, die Erdöl an das Land liefern, drohte er in einem Dekret mit zusätzlichen US-Zöllen. Am vergangenen Sonntag hatte Trump erklärt, dass seine Regierung derzeit mit den "höchsten Vertretern" in Havanna über ein Abkommen spreche. Die kubanische Regierung teilte daraufhin mit, es gebe Kontakte mit Washington, von einem Dialog könne jedoch nicht die Rede sein.

Das kommunistisch regierte Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Seit Ende 2024 gab es fünf landesweite Stromausfälle, die teilweise mehrere Tage dauerten. Immer wieder haben die Menschen mit Blackouts zu kämpfen, die mitunter mehr als 20 Stunden dauern. Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.

A.Parker--TNT

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