The National Times - Zwei Oppositionelle und Machado-Verbündete in Venezuela aus Gefängnis entlassen

Zwei Oppositionelle und Machado-Verbündete in Venezuela aus Gefängnis entlassen


Zwei Oppositionelle und Machado-Verbündete in Venezuela aus Gefängnis entlassen
Zwei Oppositionelle und Machado-Verbündete in Venezuela aus Gefängnis entlassen / Foto: © AFP

In Venezuela sind zwei Oppositionelle und Verbündete der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado aus dem Gefängnis entlassen worden. Der 61-jährige Juan Pablo Guanipa, ein ehemaliger Abgeordneter und Vizepräsident der Nationalversammlung in Caracas, zeigte am Sonntag in einem Video im Onlinedienst X seine Entlassungspapiere. Kurz darauf kam Perkins Rocha, ein früherer Rechtsberater Machados, frei.

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"Nach eineinhalb Jahren kommen wir frei", erklärte Guanipa auf X. Er habe sich "zehn Monate lang versteckt" und sei dann "fast neun Monate lang hier in Caracas inhaftiert" gewesen, berichtete Guanipa. Er betonte, es gebe "viel zu sagen über die Gegenwart und Zukunft Venezuelas, wobei die Wahrheit immer im Vordergrund stehen muss".

Rocha wurde wenige Stunden später entlassen. "Wir haben uns zu Hause umarmt", schrieb seine Frau María Costanza Cipriani auf X und veröffentlichte ein Foto der beiden.

Guanipas war zuletzt im Januar 2025 in der Öffentlichkeit aufgetreten, als er Machado zu einer Protestkundgebung gegen die Ernennung des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro für eine dritte Amtszeit begleitete. Danach tauchte er unter. Im Mai 2025 wurde Guanipa wegen des Vorwurfs des Wahlbetrugs festgenommen und wegen "Terrorismus, Geldwäsche und Anstiftung zu Gewalt und Hass" angeklagt.

Machado, die 2025 für ihre Bemühungen, die Demokratie in Venezuela zu stärken, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war, begrüßte Guanipas Freilassung euphorisch. "Mein lieber Juan Pablo, ich zähle die Minuten, bis ich dich umarmen kann! Du bist ein Held, und die Geschichte wird dies immer anerkennen", schrieb sie bei X. Weiter forderte Machado "Freiheit für alle politischen Gefangenen".

Auch Guanipas Sohn Ramón schrieb nach der Freilassung seines Vaters: "Es sind noch hunderte Venezolaner zu Unrecht in Haft. Wir verlangen die sofortige, gänzliche und bedingungslose Freilassung aller Gefangenen".

Unter dem Druck der USA hatte Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez im vergangenen Monat die Entlassung politischer Gefangener verkündet. In der vergangenen Woche gab sie dann eine Massenamnestie für Häftlinge bekannt, die wegen "politischer Gewalt" einsitzen. Das Gesetz solle "den gesamten Zeitraum politischer Gewalt von 1999 bis heute" umfassen und am Dienstag in Kraft treten. In dem südamerikanischen Land sitzen der Nichtregierungsorganisation Foro Penal zufolge noch über 700 politische Gefangene im Gefängnis.

Nach der Gefangennahme und Entführung Maduros in die USA übernahm Rodríguez vorerst das Präsidentenamt. Maduro sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

F.Harris--TNT

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